Bienenstand Planung

Wo möchte ich meine Bienen wie aufstellen?

Was sollte ich (wenn möglich) bei der Auswahl meines Bienenstandortes und beim Aufbau meines Bienenstandes beachten?

Bienenstand Beispiel
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bienenstand mit Flugleitsystem
Bienenstand mit Flugleitsystem (große Darstellung durch Klick auf Bild)

Die beiden Bilder zeigen den gleichen Bienenstand in eimen Hausgarten, mit folgenden Eigenschaften:

  • Die Fluglöcher sind nach Süd-Osten ausgerichtet. Die Ziegelmauerwand der „Scheune“ ist im Nordwesten. Es gibt vom Sonnenaufgang bis zum frühen Nachmittag Sonne auf die Fluglöcher. Die Ziegelwand heizt sich auf und gibt die Wärme bis in den Abend hinnein ab.
  • Der Stand (siehe oberes Bild) ist nachhaltig (dauerhaft), wertig und trotzdem nicht zu massiv (irgendwann wieder entfernbar) gebaut. Die Standfläche der Magazinbeuten ist etwas erhöht (in guter Arbeitshöhe auch für die Imkerin) und die Holzbohlen der Standfläche sind waagerecht und gegen Feuchtigkeit von unten geschützt (Feuchtigkeitssperre in den „Säulen“). Selbst der Aufstieg für Mäuse im Winter ist bereits durch die Standkonstruktion erschwert (zumindest, wenn nicht viel Schnee liegt).
  • Die Fluglöcher zeigen direkt zum Gartenweg, wodurch eine optimale, ungestörte Beobachtung auch durch Besucher, Gäste und Kinder möglich ist. Die Bienen fliegen über das Rankgitter (trotz der 10 cm Löcher), sobald die Gitter ca. 1 m oder mehr von den Fluglöchern entfernt sind. Somit ist auch die Benutzung des Weges nicht beeinträchtigt. Eine zusätzliche Rankbepflanzung (die dann ggf. die Fluglöcher beschattet) ist nicht erforderlich.
  • Es gibt direkt Wasser (Teich mit viel Moos) seitlich neben dem Stand (nicht direkt in der Ausfluglinie).
  • Ziegelwand und Gitter, sowie die sonstige Lage, schützen vor Wind.
  • Der Stand ist von außerhalb des Grundstücks nicht sichtbar (außer von einem Nachbarn). Das Risiko für Diebstahl und Vandalismus ist deshalb sehr gering.
  • Die Beuten sind einfach mit Schubkarre oder Sackkarre erreichbar. Auch mit dem PKW kommt man auf bis zu 5 m heran.
  • Als Stand in einer sehr grünen Stadt, gibt es auch ein kontinuierliches Trachtfließband in der direkten Umgebung.

Nach diesem Vorbild ist auch der hier verlinkte „Rankgitter-Bienenstand für Bienenpatenschaften“ (inkl. Materialiste, Maßen und Bauplan)  entstanden, wobei hier der Schwerpunkt noch etwas mehr auf die „Wiederabbaubarkeit“ gelegt wurde. Dieser kann aber auch für eigene Stände nachgebaut werden, insbesondere wenn eine gute Fluglochbeobachtung auch durch Gäste, oder der Schutz von „Vorübergehenden“ wünschenswert ist.

So „optimal“ (bis auf die fehlende Beschattung an sehr heißen Tagen) wie das obige Beispiel muss nicht jeder Bienenstand sein!

Was jedoch beachtet werden sollte und besonders wichtig ist, ist in den folgenden ausführlicheren Informationsquellen erläutert:

BienenstandBienenstand Hinterbehandlungsbeuten
Hinterbehandlungsbeuten integrieren (Klick aufs Bild für Detailansicht)

Ein schönes Beispiel, wie sich „alte“ Hinterbehandlungsbeuten, zum Beispiel für Ableger oder Jungvölker-Aufzucht/Königinnen-Nachzucht integrieren lassen, ist auf diesem Bild zu sehen. Werdet also auch einfach selbst kreativ.

Geeignet sind auch Standplätze unter Laubbäumen, die im Frühjahr, wenn die Bäume laubfrei sind, direkt besonnt und im Sommer zumindest zur Mittagszeit durch das Laub beschattet sind. Die gute Erreichbarkeit des Standes mit Schubkarre oder Sackkarre sind ebenfalls aufgrund der teilweise schweren Gewichte sehr wichtig.


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Kosten der Bienenhaltung

Folgendes Video aus dem Youtube-Kanal „Nordbiene – Dunkle Biene und Natur“ stellt die Kosten der Imkerei (am Beispiel einer „Magazinimkerei“ mit Segeberger Beuten) mit drei Völkern realistisch dar und erläutert diese auch (die letzten zweiMinuten widmen sich dem Zeitbedarf) (Dauer 7:04 min):

Für einen Start mit drei Bienenvölkern (was sinnvoll ist) und mit Magazin-Imkerei (was für konventionelle Imkerei sinnvoll ist) sind als grobe Richtline (Stand 2020):

ca. 2.500,-Euro

einzuplanen (bei einer einfachen Honigschleuder). Gerne könnt Ihr an den Detailaufstellungen (weiter unten)  nach Einsparpotential suchen. Realistisch werdet Ihr aber wahrscheinlich letztendlich (nach etwas Frust mit „Altmaterial“ und/oder viel Zeitbedarf für „Selbstbau“) dort landen. Wer es sich leisten kann und die nächsten Jahre dabei bleiben möchte, kommt auch mit einer besseren Schleuder (z.B. elektrische Selbstwendeschleuder) von Anfang an, letztendlich besser. Wer sehr viel Zeit investieren kann und möchte, kann natürlich über „Selberbau“ Einiges sparen.

Folgende gute Informationsquellen splitten das Kostenthema entsprechend  detailliert auf, wobei sich daraus in etwas das obige Resultat (oder mehr) ergibt.

Der nachhaltige Start in die Imkerei ist also nicht ganz billig. Demgegenüber stehen jährlich ca. 20-40 kg Honig/Volk, also ca. 200-400 Euro/Volk an „Honigeinnahmen“ (Stand 2020). Nach etwa 3-4 Jahren hat man seine Investition also wieder rein (bei den angenommenen drei Völkern).


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Zeitbedarf der Bienenhaltung

Der Zeitbedarf ist individuell je nach Art der Haltung, Lage des Standes, der eigenen Ansprüche und Abläufe recht verschieden. Eine grobe Richtlinie ist:

  • ca. 10h pro Volk pro Jahr, wenn man von 4-6 Völkern ausgeht

Vor allem im ersten Jahr fallen viele einmalige zusätzlicher Zeitaufwände an, die unabhängig von der Völkerzahl sind und die zu obiger Schätzung noch zusätzlich hinzu kommen. Bei mehr Völkern und einem eingespielteren Ablauf kann es in den Folgejahren weniger werden.

Im ersten Jahr sollte man mit mindestens 60h Zeitaufwand rechnen (wenn sich der Stand in Wohnnähe befindet = keine Fahrzeiten), auch wenn es nur zwei Völker sind, zumindest, wenn man die Bienenhaltung fachgerecht betreiben möchte.

Der Hauptanteil der „zeitkritischen Tätigkeiten“ an den Völkern liegt im Frühjahr bis in den Frühsommer, ca. von Anfang April bis Anfang Juli.  In der Zeit sollte man eher nicht länger als eine Woche (am Stück) in den Urlaub fahren, oder anderweitig abwesend sein.

Einige ausführlichere Betrachtungen und Meinungen zum Zeitbedarf sind in folgenden Diskussionen im „imkerforum.de“ zu finden:

Im Folgenden soll eine grobe Zeitübersicht versucht werden, die Euch einen Überblick gibt, was zu tun ist, wobei Ihr entscheiden müsst, was ihr von den Tätigkeiten selbst tun möchtet/müsst, oder was ihr zukauft. Außerdem ist für die Zeitschätzung eine „konventionelle Bienenhaltung“ mit Magazinbeuten zugrunde gelegt:

Einmaliger Zeitbedarf am Anfang

  • Erstausbildung/Grundwissen zu den Bienen (Grundlehrgang o.ä.)
    • Theorie (ca. 15-30h)
    • Praxis bei Bienenpaten oder im Grundlehrgang (ca. 8h)
    • Honiglehrgang (ca. 4-6h Theorie, ca. 2-3h Praxis beim Bienenpaten)
    • Königinnen(nach)zucht (ca. 2-8h Teorie, ca. 1-8h Praxis), je nachdem ob wirklich geplante „Nachzucht“ (mit Belegstelle u.ä.) oder hauptsächlich Ableger/Standbegattung das Ziel sind.
  • Erstbeschaffung alles Zubehörs/Materials für die Imkerei inkl. der Bienenvölker (ca. 6-16h)
  • Aufbau eines Bienenstandes inkl. Planung und Ausführung (ca. 3-8h)
  • Auf-/Ausbau eines Schleuderraumes (ca. 2-16h)

jählicher Zeitbedarf

  • Kontinuierliche Weiterbilung (ca. 6-24h/Jahr), je nachdem ob als Vereinsmitglied regelmäßige „Vereinsversammlungen dazu gehören, oder „nur“ Internet und Fachzeitschriften und natürlich abhängig vom persönlichen Weiterbildungsinteresse.
  • Frühjahrsdurchsicht(en) inkl. Reinigungsarbeiten (evtl. tote Völker auflösen usw.): ca. 10-30 min/Volk je nach Völkerzahl zzgl. Vorbereitung und ggf. Fahrzeiten zum Stand.
  • regelmäßige Völkerdurchsicht (alle 7-9 Tage) von ca. Anfang April-Anfang Juli ( „Schwarmzeit“, „Zucht-/Ableger- und Vermehrungszeit“, „Trachtzeit“):  (ca. 5-15 min / Volk + Vorbereitung + ggf. An- und Abfahrt zum Stand) Bei manchen Völkern ist man in 2 min durch, bei anderen mit Handlungsbedarf/Überraschungen kann es auch mal 25 min dauern, auch wenn alles dafür benötigte Material dabei ist.
  • Honigernte inkl. Schleudern, Sieben, Rühren und Abfüllen : ca. 2-3 Trachten mit jeweils ca.  1-3h /Volk, abhängig von Völkerzahl zzgl. Reinigung aller Gerätschaften. Mit steigender Völkerzahl verringert sich hier der Aufwand/Volk deutlich.
  • Königinnenzucht (terminlich der fester Zeitablauf, Nicht variabel), wenn nicht nur Ableger mit Standbegattung gebildet werden, sondern planmäßig inkl. Belegstellenbegattung nachgezogen wird: ca. 1-3 h pro Jungvolk (ink. Vorbereitung, Umlarven, Anzucht, evtl. Königinnen zeichnen, Belegstellenvölker bilden, Ableger bilden und/oder Einweiseln) zzgl.  Fahrtzeiten für zwei Fahrten zur Belegstelle (Hinbringen und Abholen).
  • Varroabehandlung(en), Einfütterung, Räubereiverhinderung und Wintervorbereitung der Völker: ca. 30 min / Volk bis zum Winter, zzgl. Vorbereitung und ggf. Fahrzeiten (mehrere Fahrten) zum Stand.
  • Waben einschmelzen und Wachsbearbeitung inkl. Vorbereitung und Reinigung der Gerätschaften danach: ca. 0,5 – 2h / Volk, je nach Anzahl der Völker.
  • Reinigung der Zargen/Beuten, Waben/Rähmchen und Vorbereitung (Drahten / Mittelwände einlöten) etc. für das kommende Jahr: ca. 0,5-2h / Volk, je nach Anzahl der Völker
  • Honigverkauf (ca. 2-5 h / Volk, je nach Völkerzahl und Absatzwegen recht unterschiedlich)
  • Beschaffung und Einkauf: Futter/Gläser/Etiketten, Ersatz-und Erweiterungsmaterial etc. (ca. 2-6h / Jahr zzg. ggf. Fahrzeiten)

Optionaler jählicher Zeitbedarf

  • Wandern (mit Völkern zu Trachten/Blühflächen fahren)
  • Futterkranzproben
  • Rahmen selbst bauen
  • Beuten und Zubehör selber bauen
  • Kerzen und andere „Bienenprodukte (außer Honig) selbst herstellen
  • Fluglochbeobachtungen
  • Schwarmfang
  • andere Insektenschutz- und Blühflächen-Aktivitäten

Dazu können noch unvorhergesehene „Überraschungen“ kommen, wie „Stand im Sperrbezirk“ (schlimmstenfalls „Faulbrutbekämpfung + Sanierung des Standes), Sturmschäden/Vandalismus/Spechte etc.


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Soll ich Bienen halten?

Ist Bienenhaltung das richtige Hobby für mich?

Bienenhaltung Imker mit Kind
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Wichtig sind vor allem die Beantwortung folgender Fragen, um sich darüber klar zu werden, ob man wirklich selbst Bienen halten sollte, oder Bienen-, Insekten- und Umweltschutz besser auf andere Weise unterstütz:

  • Liebe ich Umwelt und Natur? Bin ich gern draußen im Freien?
  • Habe ich regelmäßig und über die kommenden Jahre die Zeit, mich um die Bienen und dieses Hobby zu kümmern?
    • Oder ist es wahrscheinlich, dass ich in den nächsten Jahren regelmäßig (z.B. aus beruflichen Gründen) umziehen muss oder längere Zeit, vor allem im Frühjahr nicht da bin?
    • Ist es „ok“ für mich, zwischen Anfang April bis Anfang Juli nicht mehr länger als eine Woche in den Urlaub fahren zu können?
  • Was ist meine Motivation? Ist es „nur“ etwas für Bienen und oder die Bestäubung zu tun (also helfen zu wollen), oder begeistert mich Imkerei und Bienenhaltung wirklich?
  • Ist mir klar, dass ich mich dauerhaft auf die Pflege und Betreuung von mindestens drei Völkern einlasse? Ist das „ok“ für mich, oder hatte ich bisher immer nur „ein Volk“ im Kopf?
  • Habe ich keine Allergie gegen Bienenstiche?
  • Habe ich den Platz für die Bienenhaltung? Neben einem geeigneten Standort für den Bienenstand gehören auch Abstellplatz für das Material (Beuten, Rähmchen, Schleuder usw.) und ein „Schleuderraum“ dazu.
  • Möchte ich in Zukunft Honig verkaufen? Drei Völker bringen schon mehr Honig, als die eigene Familie und die nahen Bekannten selbst verbrauchen können.
  • Möchte ich das doch nicht ganz unerhebliche Geld für dieses Hobby investieren?
  • Ist mir klar, dass die Bienenhaltung auch mit Pflichten, Vorschriften und Bürokratie verbunden ist und ist das für mich bei meinem Hobby ok?
  • Macht mir die Arbeit an und mit den Bienen Spaß, nachdem ich dort bei einem Imker oder Imkerverein praktisch, versuchsweise „hinneingeschnuppert“ (ein paarmal mitgemacht) habe?

Einige Kriterien und Erläuterungen zur Entscheidungsfindung bieten folgende Informationen:

Wenn ich Imker werde, in welche Geschichte reihe ich mich ein?

Für Einige ist vielleicht auch interessant, in welche Fußtapfen sie treten, wenn sie sich für die Bienenhaltung entscheiden. In der Wikipedia ist ein interessanter ausführlicher Beitrag zur „Geschichte der Imkerei“ zu finden, eine mehr als 7.000 jährige Geschichte.

Eine persönliche (Dirk Liesch) Empfehlung und Meinung:

  • Honigbienen sollte nur halten, wer auch Honig ernten möchte. In allen anderen Fällen würde ich die Unterstützung von Wildbienen oder Hummelvölkern vorschlagen (z.B.  Nisthilfen für die „gehörnte Mauerbiene“ & Co. oder eigene Hummel-Völker), Empfehlung: Youtube-Kanal von Werner David
  • Mit der Imkerei sollte man erst beginnen, wenn man auch bereit ist (und die Zeit hat), mindestens drei Völker (durchschnittlich) zu halten und sich auch regelmäßig um diese Völker zu kümmern.
  • Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht, da sie fast auschließlich (in Europa) vom Menschen betreut und gepflegt werden. Die Anzahl der Völker und die Verteilung der Bienenrassen hängt von der Motivation der „langfristig dabei bleibenden“ Imker ab.  Die zusätzlichen Aufwände wegen Varroa und der Wegfall von Bestäuberprämien haben gezeigt, wie stark die Honigbienenhaltung einbrechen kann, wenn die Motivation und die Anreize „Bienen zu halten“ sinkt. Der „kleine Beutenkäfer“ und „die Vernichtung von jahrzehntelangen Zuchterfolgen (durch „Öko“-Imker) sind hier eine gegenwärtige viel größere Gefahr, als die gegenwärtigen Spritzmittel oder die intensive Landwirtschaft.

Das Video „Hobbyimker gefährden Bienenvölker“ (quer, Bayrischer Rundfunk) zeigt die Risiken, die von gutmeinenden Hobbyimkern ausgehen, welche mit ihrem einen „naturnah“ gehaltenem Volk „die Bienen retten“ wollen: (Dauer: 4:56 min)


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Physiologie der Honigbiene

Was gehört alles zur Physiologie der Honigbiene?

Die „Physiologie der Honigbiene“ ist insgesamt in diesem umfangreichen, textbasierten Lernpfad auf „die-honigmacher.de“ beschrieben, unterteilt in folgende Abschnitte:

 


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Sinnesorgane der Biene

Mit welchen Sinnen nimmt die Honigbiene die Welt wahr?

Ein sehr schönes und kompaktes Video von TerraX auf Youtube ist: „10 Fakten über Bienen“ , indem vor allem das Sehen von Bienen sehr gut erklärt und gezeigt wird (Dauer: 4:17 min)


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Körperbau der Biene

Wie ist der Körperbau einer Biene?

Honigbiene Stachel Infotafel Wallnau
Honigbiene Stachel Infotafel Wallnau (Maassen-Pohlen / CC BY 3.0)
  • Die Anatomie der Honigbiene„, ist eine übersichtliche, kompakte Erläuterung inkl. guter grafischer Darstellungen auf „bee-careful.com“
  • Körperbau einer Biene„: Eine sehr gute Erklärung mit Illustrationen des „Imkerverein Langenwetzendorf“
  • Anatomie der Honigbiene„: ist der ausführliche textliche und bebilderte Lernpfad auf „die-honigmacher.de“ zum Körperbau, den Organen und den Drüsen der Honigbiene.
  • Körperbau“ in der Beschreibung der „westlichen Honigbiene“ auf Wikipedia (sehr kompakt)

Anatomie der Honigbiene als grafische Darstellung:

Schéma abeille-tag
1 Zunge
2 Mündung der Hinterkieferdrüse
3 Unterkiefer
4 Hauptmandibeln
5 Oberlippe
6 Unterlippe
7 Mandibeldrüse (Oberkieferdrüse)
8 Hintere Mandibeldrüse
9 Mundöffnung (Schlund)
10 Futtersaftdrüse
11 Gehirn
12 Punktaugen
13 Brustspeicheldrüsen
14 Brustmuskeln
15 Flugspange
16 Vorderflügel
17 Hinterflügel
18 Herzschlauch
19 Stigmata
20 Luftsack
21 Mitteldarm
22 Herzklappen
23 Dünndarm
24 Duftdrüse
25 Hinterleibsdrüsen
26 Kotblase
27 After
28 Stachelscheide
29 Giftblase
30 Bogen des Stachelkanals
31 Giftdrüsen
32 Kleine Drüse
33 Samenblase
34 Wachsdrüsen
35 Bauchmark
36 Ventilschlauch
37 Ventiltrichter
38 Eingang zum Ventiltr.(Mageneingang)
39 Honigmagen
40 Herzschlinge (Hauptschlagader)
41 Speiseröhre
42 Nervenstrang
43 Kiefer
44 Pollenbürste
a Hüfte
b Oberschenkelring
c Oberschenkel
d Schiene
e Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen
f Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen
g Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen
h Pfote mit 5 Artikulationen und Klauen


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Zeitzyklen und Lebensphasen der Bienen

Was sind die typischen „Zeitzyklen“ der Imkerei?

Um diese zu verstehen und nicht nur zu kennen, sind die Lebensläufe der drei Bienenwesen wichtig, da sich diese Zeitzyklen und „Faustregeln“ daraus ableiten:

  • Lebenslauf einer Honigbiene„, ist auf „die-honigmacher.de“ ein ausführlicher textbasierter Lernpfad, welcher den Lebenslauf der Honigbienen-Wesen inkl. der zugehörigen Zeitspannen und verschiedenen Tätigkeiten erklärt.
  • Der Lebenslauf der Biene“ (honig-aus-dem-pleistal.de): Eine schöne Grafik und Übersicht zum Lebenslauf einer Biene

#bienenlive — Basiswissen Bienen“ (Dauer 14:24 min, Zielgruppe Schüler) ist ein sehr schönes Video, nicht nur zum Lebenslauf, sondern zu vielen Basisthemen des imkerlichen Wissens, wie: Honigherstellung, Sehvermögen, Orientierung, Nachzucht, Krankheiten etc.

Für die „Zeitregeln/Zeitfristen“ in der Imkerei und Ihre Bedeutung, ladet Ihr Euch am besten  das PDF-Dokument „Das Einmaleins der Imkerei: Faustregeln“ (von „bieneundnatur.de“) herunter (zu finden  nach dem Klick im Download Verzeichnis). Dieses 4-seitige Dokument erklärt die folgenden Regeln mit guten Illustrationen:

  • 3-5-8, schon ist die Königin gemacht (Ei-Larve-verdeckelte Zelle Stadien der Königin Entwicklung)
  • 9-Tage-Frist (1): kürzeste Zeit in der ein Volk eine eigene Jungkönigin nachziehen kann ist 10-Tage – da die noch aus 3 Tage alten Larven gezogen werden können. 9-Tage sind deshalb ein Tag vor dem möglichen Schlupf aus Nachschaffungszellen= Zeitpunkt eine neue „externe Königin“ zuzusetzen.
  • 9-Tage-Frist (2): Jetzt sind spätestens alle Arbeiterinnenzellen verdeckelt, so dass das Volk keine eigene Königin mehr nachziehen kann, sondern Zuchtzellen oder zugesetzte Königin akzeptieren muss.
  • 21-Tage-Frist: Schlupf der Arbeitsbienen nach dieser Zeitspanne => Erweiterung des Brutraums danach planen und beim Schwarm gibt es erst nach dieser zeit die ersten neuen Jungbienen (ebenfalls ggf. Erweiterung des Brutraums ab diesem Zeitpunkt)
  • 40-Tage-Frist: Von der Eiablage bis zum ersten Honigsammeln einer Arbeiterin vergehen 40 Tage , erst dann bringt sie Honig ein.
  • 10-Tage-Frist: Wenn eintägige Larven zur Königinnenzucht „umgelarvt“ werden, dann wird nach weiteren 10 Tagen verschult, weil nur noch zwei Tage bis zum Schlupf sind (und Weiselzellen jetzt robust)

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Königin, Arbeiterin & Drohne

Welche unterschiedlichen „Bienenwesen“ gibt es im Volk der Honigbienen und welche Aufgaben übernehmen sie?

Beginnen wir mit der Beschreibung der drei Bienenwesen in der Wikipedia:

Die „drei Wesen der Honigbiene“ werden auch in einem kurzen, recht kompakten Lernpfad auf „die-honigmacher.de“ (vor allem Text) vorgestellt und beschrieben.

Eine informative, kompakte Vorstellung der drei Bienenwesen enthält das Video „Die 3 Bienenwesen – Imkern kurz erklärt #3“ (Dauer: 2:37min):

Alternativ (vor allem an Schüler gerichtet), werden die drei Bienenwesen im Video „Die drei Bienenwesen der Honigbiene“ erklärt. (Dauer: 2:14 min):

Einige Bilder zu den drei Bienenwesen eine Bienenvolks:

Bienenköniginnen

Bienenkönigin 1 (pixabay)Bienenkoenigin 2 (pixabay)Bienenkoenigin 3 (pixabay)
(mit Klick auf die Bilder, bekommt Ihr sie groß)

Arbeitsbiene / Arbeiterin
Die in den Erklärungen auf Wikipedia eingebundenen Bilder könnt Ihr übrigens auch selbst nutzen, z.B. so :
Carnica bee on solidago

Drohn

Drohn
Drohn (Waugsberg / CC BY-SA)

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Bienenprodukte

Welche Bienenprodukte gibt es?

Pollen in Honigwabe (Pixabay)

sind die typischen Bienenprodukte.
Folgende Informationsquellen sind dazu ebenfalls empfehlenswert:

  • Was uns die Biene liefert„: ist ein sehr umfangreicher, ausführlicher textbasierter Lernpfad von „die-honigmacher.de“, in dem all diese Bienenprodukte ausführlich beschrieben werden.
  • Bienenprodukte„: Eine recht umfassende und anschauliche Übersicht und Erläuterung vom Deutschen Apitherapiebund e.V.

Honig-Wabe (pixabay)

Was man aus diesen Grundstoffen, die uns die Bienen liefern, alles herstellen bzw. wie man sie verwenden kann, wird im Bereich der Praxisbeispiele (zukünftig) vertieft.

Vertiefende Informationen zum Thema Bienenprodukte:

  • Bienenwachs – freie Bilder auf Wikimedia Commons
  • Propolis – freie Bilder auf Wikimedia Commons
  • Pollen – freie Bilder auf Wikimedia Commons
  • „Honig und andere Bienenprodukte“, sehr umfangreiche Dokumentsammlung vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit „Laves“

Video-Beispiel zur Gewinnung von Propolis und Herstellung von Propolis-Lösung „Propolisernte und -verarbeitung“ (Dauer: 8:38min)

Video zum Einsatz von Pollenfallen zur Pollenernte (Mittelstück kann man teilweise überspringen) „Pollenfallen einsetzen und Blütenpollen ernten“ (Dauer: 12:07min):

Video zur Gelée Royale Gewinnung auf professionelle Weise: „Gelée Royale Gewinnung bei der Imkerei Heiser“ (Dauer: 4:45min):

Honig- und Bienenwachs-Themen werden gesondert und ausführlich behandelt, deshalb sind hier keine Video-Empfehlungen dazu enthalten.


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