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Stand des Droplegverfahren

Droplegverfahren – ein Beitrag zur Risikominderung.

mit Anke Hoppe, Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Referat 73 – Pflanzenschutz

„Spritzen“ in der Landwirtschaft und im Obstanbau führt regelmäßig zu Spannungen zwischen Naturschützern, Imkerinnen und Landwirten.

Die „Dropleg“-Technik wird als eine Lösung gesehen, die beiden Seiten besser gerecht wird. Ist das so?
Kann das Verfahren einen Beitrag zur Risikominderung bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen leisten? Ist es praxistauglich und bekämpft es ertragsrelevante Krankheiten genauso effektiv wie konventionelle Verfahren?
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sowie einem Strategieversuch wurde das Dropleg-Verfahren hauptsächlich im Winterraps geprüft. Auch zur Abdrift im Winterweizen wurde die Technik getestet. Die Praxistests und auch die interessanten Ergebnisse sind in der biMOOC Live-Session Aufzeichnung erläutert (Dauer: 43:34min):

Index zum Video:

  • 00:00 min: Begrüßung
  • 00:48 min: Vorstellung intergrierter Pflanzenschutz und Schadorganismen überwachen
  • 05:09 min: Schutz von Umwelt und Nichtzielorganismen
  • 07:22 min: Kann das Droplegverfahren einen Beitrag zur Risikominimierung leisten?
  • 08:35 min: Was ist das Dropleg-Verfahren
  • 09:47 min: Setting/Aufbau/Messung und Verteilung der Versuche
  • 13:04 min: Blütenbehandlung im Winter-Raps – Warum?
  • 13:52 min: Flächenversuche Winterraps und Winterweizen
  • 19:19 min: Ergebnisse: Wirkung des Pflanzenschutzes und Belastung in Pollen und Honig
  • 22:55 min: Erfahrungen aus der Praxis beim Einsatz der Droplegs
  • 27:47 min: Schlussbemerkung

  • 30:28 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 30:37 min: Warum ist die Pollenbelastung trotz Sprühens unterhalb des Blütenhorizontes so hoch?
  • 31:26 min: Wieviel weniger ist die Belastung im Honig gegenüber dem konventionellen Verfahren?
  • 32:12 min: Wie schnell baut sich die Belastung im Pollen ab und welche Auswirkungen hat die Belastung für die Bienenbrut?
  • 33:17 min: Was wurde beim Verschließen der Völker gegen das Verbrausen getan?
  • 34:35 min: Bringt das „Nachtsprühen“ etwas, wenn die Mittel nur bei Wärme und Licht abgebaut werden?
  • 36:03 min: Wie kann ich proaktiv in Erfahrung bringen, wann gepritzt wird?
  • 37:21 min: Wie geht es mit dem Dropleg-Verfahren weiter?
  • 39:50 min: Welche Bedeutung hat das Problem des Transports der Spritzdüsen, wenn diese mehrfach ab- und angebaut werden müssen?
  • 42:38 min: Verabschiedung

Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker (Erfahrungsbeitrag)

Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker, Arbeiten am Bienenvolk und Antworten auf Fragen

mit  Rolf Schülbe (Landesverband Sächsischer Buckfastimker und seit mehr als 50 Jahren Imker)

Auf vielfachen Wunsch ist dies ein Folgevortrag auf „Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum„. Die Teilnehmer hatten hier noch einmal die Möglichkeit ihn persönlich auszufragen, wie er imkert und warum er es so macht. Demzufolge enthält der Fragen und Antworten Bereich sehr viel tolles Wissen zur Bienenhaltung im angepassten Brutraum. Es sind teilweise kleine Vorträge im Vortrag mit tollem Erfahrungswissen. Besonders interessant ist der Prozess, inkl. Ablegerbildung direkt mit dem Abernten (letzte Honigernte: Abernten, Ableger bilden, Varroa behandeln, Füttern). Der Direktzugang über den Index ermöglicht dazu einen sucharmen Zugriff. (Gesamtdauer: 1:34 h).

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung
  • 0:36 min : Einführung durch Rolf Schülbe
  • 2:01 min : Rückblick (aus letztem Video)
  • 4:05 min : Entwicklung des Bienenvolkes über den Winter
  • 7:21 min : Ab Aufsetzen des Honigraums
  • 10:45 min: min. 42.000 Brutzellen (5xDadant, sonst: 10×10 cm sind ca. 400 Zellen Ergänzung: einseitig = ca. 4 Zellen pro cm²)
  • 12:36 min: typische Brutwaben
  • 15:58 min: Warum wir im Herbst starke Völker brauchen 
  • 17:47 min: Fragen & Antworten
  • 17:55 min: Wie sieht Dein Varroa – Konzept aus? (mit Seitenblick zur Honigernte, Ablegerbildung bei der Honigernte und richtigem Füttern)
  • 30:54 min: Sind die Schiede Eigenbau? (mit Zusatzinformationen zu Wärmeschieden)
  • 33:09 min: Müssen die Bienen nicht zuviel heizen, wenn man bei Kälte schon den Honigraum aufsetzt?
  • 34:27 min: Wie machst Du den Wabenaustausch / Wabenhygiene?
  • 37:37 min: Wan ist ein günstiger Zeitpunkt die Honigräume aufzusetzen?
  • 38:16 min: Wie wird der erste Honigraum geschleudert – z.B. wenn Raps eingetragen wurde?
  • 40:31 min: Komme ich mit 10er Dadant hin, wenn ich zwei Wärmeschiede einsetze?
  • 43:54 min: Wie bekomme ich vier Völker um ca. 600m versetzt, ohne dass die Bienen zurückfliegen? (mit Seitenblick auf Eigenbau-Wärmeschied)
  • 47:27 min: Wie viele Honigräume setzt Du auf einmal auf?
  • 48:18 min: Warum müssen im Frühjahr neben dem eingeengten Brutraum die Waben weg und lassen sich diese nicht im Juli für Ableger verwenden? (mit Diskussion)
  • 55:34 min: Wenn die Waben hinter dem Schied im Frühjahr entnommen werden, haben sie doch kein Futter mehr?
  • 01:00:44 : Macht auch eine Dämmfolie auf den Rähmchen Sinn?
  • 01:03:14 : Was sollte man statt Bienenfluchten verwenden? (Bezug auf den „Abernteteil“ der „Varroa-Konzept“ Frage)
  • 01:06:26 : Was ist der Vorteil des Schiedens im Winter auf drei Waben statt auf fünf Waben? (Bezieht sich auf das konkret gezeigte Beispiel-Volk)
  • 01:10:11 : Kann das Volk (neuer Brutraum mit den Honigräumen) mit offenem Gitterboden bis zum nächsten Tag stehenbleiben?
  • 01:12:57 : Gibt es bei den fünf Rähmchen noch einen Drohnenrahmen und wenn ja, wo ist der?
  • 01:14:08 : Es muss mehr reinkommen als verbraucht wird (Aufsetzen des Honigraumes) – wie kann man das ohne Stockwage entscheiden?
  • 01:15:01 : Wie ist das mit der Schwarmkontrolle, wenn das Brutnest so wenig wie möglich gestört werden soll?
  • 01:17:50 : Wie viele Mittelwände tust Du in den neuen Brutraum?
  • 01:21:08 : Kann ich auf Zander einräumig mit Schieds arbeiten?
  • 01:22:01 : Wie kann ich meine neuen Hinterbehandlungsbeuten bevölkern?
  • 01:25:42 : Welches Zellmaß verwendest Du, 5,4mm oder ein Kleineres?
  • 01:30:57 : Wann wird die Königin getauscht (wie alt lässt Du sie werden)? + Wann gibst Du den Baurahmen zu?
  • 01:33:25 : Verabschiedung

Frühblüher Mitmach-Aktion (Wohnungsgenossenschaft)

Frühblüher-Flächen im Wohngebiet

Eine Mitmach-Aktion der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft

… für ein schöneres, aber auch insektenfreundlicheres Wohnumfeld.

Vorwort (warum dieses Projekt):

Im Rahmen eines umfassenden strategischen Gesamtprojektes zum „Zusammenleben 4.0“ ist es das Ziel der HA-NEUer Wohnungs-genossenschaft mit vielen „Plattenbauten“ ein Wohn- und Lebensumfeld zu bieten, was zukünftig für alle Generationen attraktiver und lebenswerter ist, als z.B. das Wohnen im eigenen Eigenheim. Nicht nur aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes und zur Schonung der natürlichen Ressourcen haben Wohngebiete mit größeren Mehrfamilienhäusern viele Vorteile, sondern auch für das Lebensgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Teilbereich der dazugehörenden Aktivitäten sind auch Aktionen und Projekte zum Umwelt-, Klima- und Naturschutz, wie diese Mitmach- Aktion,  die ein schöneres Wohnumfeld mit nachhaltigen, insektenfreundlichen Blühflächen verbindet.

Beispiel: Winterlinge im Wohngebiet

Ein blühendes Wohngebiet im Frühjahr

… als Mitmach-Aktion für die Bewohner der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft. Vorbild für diese Frühblüher Mitmach-Aktion ist ein Projektvorschlag „Frühblüherflächen – Kulturhauptstadt 2025“ in Chemnitz, welches auf der Frühblüher – Mitmach – Aktion aufbaut, die seit 2018 stattfindet.

Kurzzusammenfassung der Frühblüher Mitmach-Aktion:
Mieter:innen der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft schaffen gemeinsam schöne, nachhaltige und insektenfreundliche Frühblüher-Flächen im öffentlichen Bereich unseres Wohngebiets.

Beispiel: Krokusse & Schneeglöckchen

Während die „Guerilla Aktion“ in Chemnitz das Risiko birgt, dass zahlreiche Frühblüher abgemäht werden, stellt die HA-NEUer für die Frühblüher einige gekennzeichnete geeignete  Flächen zur Verfügung. Auf den richtigen Standorten sind Frühblüher sehr nachhaltig und entwickeln sich über viele Jahre ohne besondere Pflege (ohne laufende Zusatzkosten für die Genossenschaft) selbst weiter. Diese Frühblüher – Flächen sind zukünftig nicht nur schön, sondern auch besonders wertvolle Blühflächen für Wildbienen, Honigbienen und Insekten, da im zeitigen Frühjahr (vor der Weidenblüte) Pollen- und Nektarmangel besteht.

Das Vorbild-Projekt aus Chemnitz wird in folgendem Video vorgestellt (Dauer: 8:14 min):

In der Zeit von Oktober bis Dezember werden alle Mieter:innen ermutigt auf den gekennzeichneten Flächen ihres unmittelbaren Wohnumfeldes einige Frühblüher-Zwiebeln aus ihren Gärten oder aus dem Handel zu pflanzen.  So schaffen sich die Bewohner:innen gemeinsam ihr blühendes Wohnumfeld. Diese Flächen werden zukünftig zwischen Ende Dezember bis Mitte Juni nicht gemäht, so dass sich die Frühblüher ungestört entwickeln, blühen und danach ihre Blätter „einziehen“ können, um die ganze Kraft ins nächste Jahr mitzunehmen.

Honig-Biene fliegt Wildkrokusse an

Die Flächen wurden zielgerichtet ausgewählt, so dass sie sich für typische Frühblüher, wie Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse, Narzissen usw. besonders eignen. Es sind Flächen, die im Frühjahr besonnt sind, weil die Sträucher und Bäume noch kein Laub haben und mit dem Laubaustrieb schattig werden.

Beispiel: Buschwindröschen

Ziel ist es, zukünftig auch gemeinsame Pflanzaktionen zu organisieren, z.B. am 2.Samstag im Dezember in Verbindung mit dem Abverkauf von Frühblühern im lokalen Handel, vielleicht sogar mit Unterstützung des ein oder anderen Marktes, wie es das folgende Beispielbild aus Chemnitz zeigt:

Beispielbild: Nutzung des Abverkaufs des Handels für die Frühblüher Mitmach-Aktion in Chemnitz

Bildung zu Frühblüher „Blühflächen“

Begleitet wird die Aktion durch Informationen,  die das Wissen vermitteln, welche Frühblüher an welchen Standorten der Flächen wahrscheinlich am besten gedeihen. Ziel ist es, dass sich die Mühe aller Beteiligten lohnt, und sich die die Frühblüher kontinuierlich vermehren, bis sie beeindruckende Blühflächen bilden, wie sie folgende Beispielbilder zeigen:

Winterlinge und Schneeglöckchen an Hecke
Beispiel: Traubenhyazinthen
Beispiel: Narzissen
Wildkrokusse, Elfenkrokusse
Himmelschlüssel
Wildtulpen
Biene fliegt Winterlinge an
Winterlinge im Rautal
Eines der bekanntesten Winterling-Gebiete: Winterlinge im Rautal bei Jena

Wildbienen-Aktion (Wohnungsgenossenschaft)

Wildbienen-Schutz einer Wohnungsgenossenschaft durch Nistblock-Aktion

Vorwort:

Im Rahmen eines umfassenden strategischen Gesamtprojektes zum „Zusammenleben 4.0“ ist es das Ziel der HA-NEUer Wohnungs-genossenschaft mit vielen „Plattenbauten“ ein Wohn- und Lebensumfeld zu bieten, was zukünftig für alle Generationen attraktiver und lebenswerter ist, als z.B. das Wohnen im eigenen Eigenheim.
Nicht nur aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes und zur Schonung der natürlichen Ressourcen haben Wohngebiete mit größeren Mehrfamilienhäusern viele Vorteile, sondern auch für das Lebensgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Teilbereich der dazugehörenden Aktivitäten sind auch Aktionen und Projekte zum Umwelt-, Klima- und Naturschutz, wie diese Mitmach- und Bildungsaktion zum Wildbienen-Schutz.

Wildbienen-Aktion als Umwelt- und Bildungsaktion

… als Mitmach-Aktion für die Bewohner der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft und auch anderer Bewohner der Stadt. Vorbild für diese Wildbienen-Aktion ist ein Projektvorschlag „Wildbienen – 2025“ für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025 in Chemnitz, welches auf dem Pilotprojekt der Mauerbienen-Aktion (Mitmach-Aktion) aufbaut.

Kurzzusammenfassung der Wildbienen-Aktion:
Mieter:innen der Genossenschaft stellen gemeinsam in ihren Kleingärten, auf geeigneten Balkonen, in Mietergärten oder in öffentlich zugänglichen Flächen der Genossenschaft Wildbienen-Nistblöcke mit Nistbrettchen auf, die in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ gefertigt wurden.

Sowohl die Mitmachenden, als auch die Kinder und Jugendlichen des Wohngebietes, Schulklassen regionaler Schulen als auch Interessierte aus der Stadt können darüber am praktischen Beispiel viel zum  nachhaltigen Bienen-und Insektenschutz, zum natürlichen Gleichgewicht und zu angrenzenden Themen, wie nachhaltige Blühflächen lernen. Das verbessert nicht nur das Angebot an alternativen Bestäubern zu Honigbienen in den Kleingärten und den Wohngebieten, sondern hilft der Wildbienenpopulation und dem Verständnis für nachhaltige Blühflächen insgesamt. Die Bewohner:innen realisieren dieses Projekt gemeinsam mit der Genossenschaft. Das verbindet die Bewohner untereinander, steigert die Lebensqualität im Wohngebiet und verbessert so auch das „an einem Strang ziehen“ zwischen der Genossenschaft und ihren Mieter:innen. Den Bildungsansatz kann man am „Lernpfad zur Mauerbienen-Aktion“ des aracube e.V. nachvollziehen, der durch den Aufkleber an den Nistblöcken jederzeit, z.B. per Smartphone digital nutzbar ist. Außerdem wird über die Herstellung der Nistblöcke in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ die sinnstiftende Arbeit/Beschäftigung und entsprechende Integration dieser Mitmenschen unterstützt.

Das Vorbild-Projekt wird ausführlich in folgendem Video vorgestellt (Dauer: 56:58 min):
Link zur Version des Videos mit Index:

Im Frühjahr 2021 (20.4.2021) wurde zur Vorbereitung der Wildbienen-Aktion durch die Genossenschaft in einem Mietergarten ein Pilot-Nistblock in einem entsprechenden Schutzkasten aufgestellt (Foto noch vor dem Schutzanstrich des Schutzkastens):

Pilot-Nistblock der HA-NEUer zum Versuchsstart 2021

Im September (13.9.2021) ist der Erfolg deutlich sichtbar:

voll belegter Nistblock des Pilotversuchs der HA-NEUer

wirklich alle Nistgänge sind belegt und zu  100% verschlossen.

Wie geeignet z.B. die Mietergärten der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft für diese Aktion sind, zeigt das folgende Bild:

Mit Klick auf die Bilder, kommt man zur „Detailansicht“

Entsprechend dieses Beispiels können sich nun Mieter:innen und Interessierte aus der Stadt an diesem Projekt beteiligen und eigene Nistblöcke mit entsprechendem „Lernpfad“ (Aufkleber mit dem QR-Code u. Link zum „Lernpfad“) erwerben, aufstellen und ihre Ergebnisse und Erfolge untereinander teilen.

Nachhaltigkeit:

Bis hierher könnte man fragen: „Warum nicht einfach ein typisches Insektenhotel für diese Aktion nehmen?
Die Antwort: „Weil das nicht nachhaltig wäre und auch deutlich weniger Bildungs-Potential hätte.
Deutlich wird dies z.B. wenn man an folgende Stelle im oben eingebundenen Projektviedo springt:

„29:09 min: Warum diese Nistblöcke als Bildungsprojekt so lehrreich sind (Video-Beispiele + Fotos)“

Die im Video angesprochene „Parasiten-Thematik“ ist ein wichtiger, vielleicht sogar entscheidender Grund gegen „typische Insektenhotels“.  WildBee, einer der Pioniere im Bereich der „künstlichen Nisthilfen“ (Insektenhotels) schließt diese typischen „künstlichen Nisthilfen“ inzwischen als sinnvolle Maßnahme zum WIldbienenschutz aus. Die überzeugende Begründung ist hier unter „künstliche Nisthilfen“ (wildbee.ch, 5.10.2021) nachzulesen. Ein Contra-Punkt aus dem verlinkten Beitrag ist unter anderen „Sie vermehren auch Gegenspieler enorm, so dass Wildbienen-Populationen an Nisthilfen zusammenbrechen können.“ Typische Insektenhotels können bereits ab dem 3.Standjahr als „Wildbienenfalle“ funktionieren, in der die Parasiten schon warten, die auch die neue Brut durch „natürliche Besiedelung“ vernichten.  Eine sinnvolle Parasiten-Reduzierung (Gegenspieler-Reduzierung) ist bei typischen Insektenhotels (auch wenn sie sonst „richtig“ hergestellt wurden) nicht sinnvoll möglich.

Die Nistblöcke dieser „Wildbienen-Aktion“ lassen dagegen sowohl die Reduzierung der Gegenspieler (Parasiten) zu, als auch eine vertiefte Bildung zu Wildbienen, die auch dem Schutz von selteneren Arten zugute kommt. Eine gefahrlose Beobachtung dieser häufigeren Wildbienen-Arten, ermöglicht praxisorientiertes Lernen, ohne die wirklich seltenen Arten dabei zu gefährden.

Außerdem leisten diese häufigeren Wildbienen-Arten, insbesondere die gehörnte und die rostrote Mauerbiene einen wichtigen Bestäubungsanteil, z.B. in Kleingärten und Grundstücken, alternativ zur Honigbiene. Mit diesen Nistblöcken kann also direkt der Bestäubungserfolg im einenen Garten relevant verbessert werden.

Nicht zuletzt gibt es einen aktuellen BOOM zu typischen Insektenhotels (inkl. Eigenbau). Dieses Projekt kann helfen, dieses Interesse in nachhaltigere Bahnen zum Wildbienenschutz zu lenken, ohne das die Menschen auf die „Wildbienen-Nisthilfe“ verzichten müssen.

Gemeinsame Aktion mit Naturschutz- und Umweltaktiven der Region

Die Wohnungsgenossenschaft möchte das Projekt gemeinsam mit städtischen Aktiven, der Stadtverwaltung und aus dem Bereich Naturschutz und Umwelt (BUND, NABU, Imkerverein usw. ) durchführen. Entsprechende Gespräche finden derzeit statt.
Es ist geplant, dass alle interessierten Mieter:innen und auch weitere Interessierte der Stadt bis Weihnachten 2021 entsprechende Nistblöcke der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ erhalten und ggf. auch an ihre Lieben verschenken können.

2021 ist dabei als Pilot geplant. Bei Erfolg soll eine Fortsetzung in den folgenden Jahren erfolgen.

Königinnen – Zucht

Vermehrung und Zucht von Bienenköniginnen

„3 – 5 – 8 : schon ist eine Königin gemacht“

( 3 Tage „Ei“, 5 Tage „Larve“, 8 Tage Verdeckelungszeitraum bis zum „Schlupf“ = 16 Tage)

Es macht Sinn, den Bereich der Königinnen-Zucht in zwei Themenkomplexe zu trennen, da die gezielte Vermehrung von Bienen-Königinnen kein Hexnwerk, sondern etwas für die meisten Imkerinnen ist. Mit geringem Aufwand lassen sich hier an anderer Stelle sowohl Zeit sparen, als auch bessere Ergebnisse erreichen. Die gezielte Nachzucht spart deshalb insgesamt Aufwand. Deshalb erfolgt eine Unterteilung (trotz einiger Überschneidungen) in folgende zwei Herangehensweisen:

  • 1. Vermehrung und Nachzucht von Bienen-Königinnen:  Dazu gehört die Nachschaffung aus eigenen Völkern mit gewünschten Eigenschaften, aber auch das Aufziehen von Nachkommen von „Zuchtköniginnen“, also die gezieltere Vermehrung von guten „Zuchtergebnissen“ von „richtigen Züchtern“.
  • 2. Königinnenzucht: Hier geht es darum gezielt und planmäßig neue Eigenschaften bei Bienen-Königinnen auszuprägen (z.B. Varroa-Toleranzzucht), oder bestehende positive Eigenschaften (Zuchtziele) zu verstärken. Hier geht es also um die eigentliche (planmäßige) Zucht von vererbbaren Eigenschaften. Hierzu ist entsprechendes Fachwissen, Disziplin und Dokumentation (also mehr Aufwand) erforderlich.

Jede Imkerin kann und sollte Königinnen gezielt „nachziehen“. Das ist relativ einfach möglich, wenn die Grundlagen dazu bekannt sind:

Um das eigene Vorgehen zur Vermehrung/Nachzucht zu finden, ist es sinnvoll die unterschiedlichen Zuchtmethoden zu kennen und zu vergleichen:

In der Umsetzung ergeben sich zwei Themenbereiche, zum einen die Anzucht der Königinnen und dann das möglichst sichere und bestmögliche „Einweiseln“ (Zusetzen) der Königinnen in die Völker:

Die gezielte Nachzucht von Königinnen ist eine „Terminsache“. Es ist extrem hilfreich sich rechtzeitig eine Zeitplanung für seine Zuchtmethode und Zielsetzung zu machen. Da das auch andere Aspekte (z.B. eigene Anzuchtmethode o. Einweiselzeitpunkt) und nicht nur die „3-5-8 Regel“ beinhaltet, werden die Vorüberlegungen etwas umfangreicher. Dazu gibt es „Zuchtkalender“:

Es gibt einige unterschiedliche Möglichkeiten, in welchen „Begattungseinheiten“ (Begattungskästen) die Königinnen nach dem Schlupf, während der Begattung und bis zum Einweiseln gehalten werden. Einige verbreitete Begattungskästen werden hier mit Pro und Kontra (Vor- und Nachteilen) dargestellt:

Es ist, gerade auch für Anfänger, sinnvoll, z.B. eines der gängigen „Zuchtsysteme“ zumindest teilweise zu nutzen, die darauf optimiert sind, die einzelnen Anzuchtschritte möglichst optimal zu unterstützen:

Zur planmäßigen Zucht ist eine gezielte Begattung der Königinnen durch die „richtigen“ Drohnen erforderlich. Deshalb ist es dazu sinnvoll, Königinnen in kleinen „Begattungsvölkern“ auf „Belegstellen“ begatten zu lassen:

Sicherlich in den ersten Jahren nur aus informativer Sicht interessant, für die gezielte Zucht jedoch gerade von steigender Bedeutung, ist die „künstliche“ bzw. „instrumentelle“ Besamung:

Nützlich ist es auch, aus Fehlversuchen und Fehlern von Anderen zu lernen. Nicht immer ist die Ursache dafür sofort bekannt. Vielleicht helfen „Fehlversuche“ auch, mögliche Ursachen zu finden, wenn es mehrere ähnliche Fehlversuche unterschiedlicher Imkerinnen gibt. Deshalb entsteht hier eine Sammlung von Fehlerbeschreibungen, Fehlversuchen und „Lessons Learned“:

Sehr gute Quellen zur Königinnen-Zucht

Es gibt sehr gute, recht komplette und umfangreiche Informationsquellen zur Königinnenzucht, die teilweise anders strukturiert sind. Hier kommt eine empfehlenswerte Auswahl (die auch anstatt unserer Informationen gut nutzbar sind):

  • „Zuchtmethoden“, Norddeutsche Peschetz-Zuchtgemeinschaft e. V. , ist eine umfangreiche Beschreibung zur Königinnenzucht, inkl. Beschreibung, warum das sinnvoll ist, einer Liste der notwendigen Ausrüstung, Hinweisen zur Planung der Arbeiten und Zeitplanung, zum Arbeitsablauf (auf Basis des „Umlarvens“), Vorstellung unterschiedlicher Anzucht-Methoden, Informationen zum Zeichnen der Königin und Vorstellung von Belegstellen mit Vergleich von Inselbelegstellen und Landbelegstellen. Nur der Bereich des „sicheren Einweiseln“ fehlt.
  • weitere – in Arbeit

Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier im biMOOC-Forum (oncampus) direkt zu diesem Inhalt, oder als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren.

Praxisvideo: Mauerbienen-Aktion, Ein Wildbienen-Projekt

Mauerbienen-Aktion: Ein Mitmach-Projekt zum Lernen und Nachmachen

mit  Dirk Liesch, stellv. Vorsitzender Imkerverein Chemnitz 1874 e.V., Initiator der „Mauerbienen-Mitmach-Aktion“ (MBA)

Dieses konkrete Praxisbeispiel eines Mauerbienen-Mitmach-Projektes in Chemnitz eignet sich nicht nur für Wildbienen-Interessierte selbst, sondern auch für Alle mit eigenen Grundstücken und Gärten zur Unterstützung der Bestäubung. Es ist auch ein tolles praktisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Wildbienen- und Insektenschutz, also auch für Kinder, Enkel oder Schüler. Es ist nicht nur ein Nistblock der in einer lokalen Werkstatt für Menschen mit Behinderung zur besseren Bestäubung im Kleingarten geschaffen wurde. (Dauer 56:58 min):

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung
  • 0:42 min : Fehler bei bestehenden Insektenhotels / Nisthilfen (Beispiel NABU-Chemnitz)
  • 2:15 min : Vorstellung und Begründung dieser Wildbienen Mitmach- und Bildungs-Aktion
  • 8:14 min : Wer wird durch diese Mauerbienen-Mitmachaktion angesprochen? Was sind die Zielgruppen?
  • 11:04 min: Selbstversuch in 2020 mit zwei „Pilotnistblöcken“
  • 11:50 min: Bestimmung der unterschiedlichen Wildbienenarten im Nistblock
  • 13:09 min: Schritte & Herausforderungen zur Umsetzung der Mauerbienen-Aktion
  • 17:17 min: Das Bildungskonzept der „objektbasierten Bildung“
  • 18:04 min: Marketing, Produktion, Finanzierungsmodell und Zeitplanung
  • 21:09 min: Pilotergebniss aus einem Nistblock des Selbstversuchs (2020)
  • 21:51 min: Projektbilder der Mauerbienen-Aktion mit Erklärungen
  • 24:03 min: Das Lernprojekt – die MBA als Bildungsprojekt
  • 26:09 min: Verteilung der Nistblöcke im Corona-Lockdown
  • 27:42 min: Erste Fotos und Kurzvideo zu den Nistblöcken der Aktion
  • 29:09 min: Warum diese Nistblöcke als Bildungsprojekt so lehrreich sind (Video-Beispiele + Fotos) 
  • 35:37 min: Fragen & Antworten
  • 36:09 min: Wenn man die Nistbrettchen selber macht – gibt es dazu spezielle Geräte?
  • 37:41 min: Womit reinigt man die Brettchen und Nistkanäle?
  • 38:42 min: Als welchem Holz sind die Brettchen und warum muss ich sie sauber machen?
  • 40:27 min: Wie werden die Kokons im Frühjahr wieder ausgebracht?
  • 41:43 min: Werden die Nistblöcke auch natürlich besiedelt (ohne Starter-Kokons)?
  • 45:08 min: Welches Holz nimmt man am besten für die Nistbrettchen?
  • 46:12 min: Wenn man die Kokons wäscht, saugen sie sich dann nicht voll?
  • 47:33 min: Ist eine Schlupfkammer für die Kokons auf den Nistbrettchen als Teil des Nistblocks sinnvoll?
  • 50:27 min: Wie lange dauert es, bis die Bienen aus den verdeckelten Gängen rauskommen?
  • 51:16 min: Was ist der richtige Reinigungszeitpunkt, bzw. wann kann in „normalen“ Insektenhotels das Material getauscht werden?
  • 52:38 min: Hinweise zur Ausbringung der Mauerbienen-Kokons (rechtliche Unsicherheit – Stichwort „Naturschutzbehörde“)
  • 56:33 min: Verabschiedung

Videos und Verhaltensanalysen aus dem Bienenvolk

Die Bienenentwicklung unter der Lupe: Videos und Verhaltensanalysen aus dem Bienenvolk

mit Dr. Paul Siefert (Institut für Bienenkunde, Polytechnische Gesellschaft Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Biowissenschaften)

Er hat in den letzten Jahren eine Videobeobachtungsmethode entwickelt, um damit das Verhalten von Arbeiterinnen und Brut zu erforschen. Seine hochauflösenden Videos der Bienenentwicklung in der Zelle sollte jeder gesehen haben, der sich mich Bienen befasst. Dies ist die Aufzeichnung einer tollen Live-Session des Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC) zur Verhaltensanalyse im Bienenvolk, mit vielen beeindruckenden Kurzvideos aus den Zellen eines Bienenvolkes, sowie interessanten und nützlichen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Thema sowohl für Anfängerinnen als auch für langjährige Imker. Es ist einfach hochinteressant den Bienen bei der Arbeit zusehen zu können. (Dauer: 68:02 min):

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung
  • 0:19 min : Einführung und Erklärung der Videobeobachtungsmethode
  • 6:40 min : Möglichkeit der Makroaufnahmen aus den Zellen
  • 8:14 min : Wie erfolgt der Nestbau im Honigbienen-Volk? (Zellaufbau mit Wachs)
  • 12:56 min: Thermoregulation zur Brutpflege im Bienen-Volk
  • 18:06 min: Inspektionen der Brutzellen als Teil der Brutpflege
  • 19:35 min: Füttern der Larven
  • 23:36 min: Mund-zu-Mund Fütterung
  • 25:55 min: Verdeckelung der Brutzellen
  • 28:27 min: Hygieneverhalten – Kanibalismus der Honigbiene
  • 30:52 min: Varroa-Milbe ausräumen
  • 34:00 min: eigene und gegenseitige Pflege – Grooming
  • 36:20 min: Hygiene-Verhalten „Rocking Movement“ (Waschbrettverhalten)
  • 37:28 min: Ernährung – Einlagerung des Nektars in die Zellen
  • 39:33 min: Einlagerung des Pollens
  • 43:40 min: Entwicklung der Honigbienen – Eiablage
  • 44:15 min: Schlüpfen der Larfe
  • 45:18 min: Spinnen des Kokons
  • 47:21 min: Hinweis auf den Scientific Report zum Einfluss der Neonicotinoide auf die Larvenentwicklung
  • 48:10 min: Entwicklungsvideo der Honigbiene (Achtung: nur hier zum Ansehen, nicht Vervielfältigen!)

  • 51:34 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 51:51 min: Inwieweit unterscheidet sich der Versuchsaufbau von Martin Lindauer und welchen Einfluss könnte das Licht bei Martin Lindauer gehabt haben?
  • 55:54 min: Gibt es Erkenntnisse aus den Aufnahmen, was man bei Lindauer revidieren müsste?
  • 57:57 min: Können beim Auffressen der Varroa-Milben auf diesem Weg Viren übertragen werden?
  • 59:08 min: Werden die Fermentationsstoffe beim Pollenstampfen durch die Bienen mit der Flüssigkeit zugegeben, oder sind die bereits im Pollen drin?
  • 1:00:14 min: Habt Ihr diese Untersuchungen auch mal mit einer Königinnenzelle machen können?
  • 1:00:42 min: Welche Forschungen sind als nächstes geplant?
  • 1:02:43 min: Haben die Saltos, die die Puppe macht, nur die Funktion, dass sie sich einspinnt?
  • 1:03:41 min: Was waren die überraschendsten Dinge, die bei den Video-Aufnahmen für Dich herausgekommen sind?
  • 1:05:44 min: Welche Dinge sind aufgrund der Glasscheibe (des Settings) nicht oder nur schwer beobachtbar?

Praxisbeitrag: Wie ich imkere und warum ich es so tue

„Wie ich imkere und warum ich es so tue“
-Ein Bienenjahr mit Dr. Hardt-

In dieser Live Session stellt Michael Hardt als langjähriger Imker vor, wie er selbst imkert und erklärt, warum er es so tut und beantwortet Eure Fragen. Gerade als Jungimker und Anfänger ist eine der entscheidenden Fragen, wie möchte man imkern (Betriebsweise). Erfahrenen Imkern „über die Schulter“ zu sehen und an deren Erfahrungsweg und Überlegungen teilzuhaben, ist eine Entscheidungshilfe, den eigenen Weg zu finden, oder zu verbessern auch wenn man nicht alles 1:1 nachmacht. Auch gibt es Antworten auf viele Fragen, so dass auch der direkte Zugriff über den Index sinnvoll sein kann. Neben Grundlagen gibt es auch interessante Tipps für fortgeschrittenere Imkerinnen, z.B. zum Schwarmfang oder zur Lagerung von Honig in vakuumverschweißten Beuteln.(Dauer:  75:32 min)

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung
  • 0:47 min : Einführung – Dr. Hardt
  • 1:46 min : Wie habe ich mit imkern angefangen + Zargenbau
  • 3:38 min : Rähmchenbau + Mittelwände einlöten
  • 8:57 min : Weiteres Werkzeug (Smoker, Besen, Reinigung)
  • 9:58 min : Winterzeit & Winterruhe
  • 16:21 min: Frühjahrsbeginn + Futterkranzprobe
  • 20:56 min: Frevel / Vandalismus
  • 21:27 min: Umlogieren DNM in Dadant
  • 23:10 min: Aufsetzen der Honigräume / Beispeil: Buckelbrütiges Volk
  • 24:48 min: erster Schwarm im April + erstes Schwarmfang-Beispiel
  • 26:00 min: Wanderung – Hinweise
  • 26:55 min: Schwarmfang
  • 28:34 min: Nachschaffungszellen – nach erfolgloser Umweiselung
  • 29:27 min: Baurahmen + reifer Honig + Wabenkunst
  • 31:19 min: Blühflächenbeispiel
  • 31:42 min: Honigernte + Schleudern + Wassergehalt/Refraktometer + Rühren
  • 36:19 min: Ablegerbildung (Kunstschwärme), Varroabehandlung, Honiglagerung
  • 40:27 min: Räuberei, Schwarmfang im September (Varroa Notschwarm), Varroa (2.)
  • 41:59 min: Honigvermarktung
  • 42:50 min: Königinnenzucht
  • 45:00 min: kreativer Schwarmfang in schwierigen Situationen
  • 46:16 min: Waldtracht, Oxalsäurebehandlung, Varroakontrolle, Wachsmotten, Fortbildung, Jugendarbeit 
  • 47:54 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 48:03 min: Lässt Du im Winter die „Windel“ in der Beute?
  • 48:31 min: Müssen die Rähmchen nach dem Einschmelzen gereinigt werden?
  • 49:50 min: Reicht statt einer Mittelwand nicht auch nur ein Anfangsstreifen?
  • 51:08 min: Bienen-Volk war im Frühjahr weg, trotz ausreichend Futter und ohne Totenfall. Was kann die Ursache gewesen sein?
  • 53:00 min: Macht es Sinn, im Winter bei schwachen Völkern hinter dem Trennschied zusätzlich zu isolieren?
  • 55:08 min: Kann ich mit natürlichen Materialien in stärkerer Dicke dämmen und gehen die Bienen dann auch dahinter um Futter zu holen?
  • 56:21 min: Sind Wachsmotten auch schon ein Problem in der Beute, wenn die Bienen drin sind oder erst beim Aufbewahren älterer Rähmchen?
  • 57:15 min: Was ist buckelbrütig?
  • 57:48 min: Wie sollte die Trachtsituation sein, dass die Bienen genug Futter eintragen?
  • 59:47 min: Warum soll man Drohnenrahmen den Vögeln nicht zum auspicken geben?
  • 1:01:11 h: Wie bekommt man die Bienen in den Honigraum?
  • 1:02:53 h: Kann man mit standfremden Honig impfen?
  • 1:03:40 h: Windel und Deckel verschimmelt – Was könnte der Grund sein?
  • 1:04:52 h: Welches Produkt ist es bei den Honigbeuteln?
  • 1:06:15 h: Können Sie Züchter empfehlen, die begattete Königinnen verkaufen?
  • 1:09:35 h: Wie hole ich die alten Waben aus den Rähmchen, das wenig kaputt geht?
  • 1:10:45 h: Wie mache ich selber Mittelwände?
  • 1:13:34 h: Warum impft man Honig mit Honig? Was bringt das?
  • 1:15:15 h: Verabschiedung

Varroa-Toleranz-Zucht (SMR / VSH – Zucht)

Information & Einführung zum Varroa-Toleranz-Zuchtprojekt  – (SMR / VSH – Zucht)

mit Dietmar Uhlemann, 2. Vorsitzender Landesverband Sächsischer Buckfastimker e.V., Bienenzüchter, Projektverantwortlicher „Varroarestistente Biene Sachsen“  stellt hier die SMR /VSH – Zucht am konkreten Beispiel und mit konkreten Ergebnissen vor.

In der biMOOC Live Session erfahren wir Wissenswertes zur Varroa-Toleranz-Zucht, mit dem Ziel, dass sich zukünftige Bienenvölker selbst (ohne Medikamente) der Varroa-Milbe erwehren können. Die „Toleranzzucht“ ist ein spannendes Thema im Kampf gegen die Varroa und nebenbei erfahrt ihr viel Wissenswertes zur Bienenzucht (Königinnenzucht), natürlich auch zur Varroa-Milbe und zu Bienenvölkern, die sich der Varroa selbst (ohne Medikamente) erwehren können. (Dauer: 64:20 min)

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung
  • 0:46 min : Einführung – SMR / VSH Toleranzzucht
  • 2:16 min : Das Verbundprojekt SMR – Selektion
  • 4:05 min : Das Bienenvolk und sein genetisches Eigenschaftspotential
  • 8:05 min : Genetik der Honigbiene bezüglich VSH – Eigenschaften
  • 9:44 min : Weltweite Verteilung „Varroa überlebender Bienen“
  • 12:19 min: Was ist SMR und was ist VSH?
  • 12:58 min: Was gehört alles zum SMR (Surpressed mite reproduction)?
  • 16:11 min: Varroa durch Zucht dezimieren – Welche Völker kommen in Frage?
  • 18:22 min: SMR /VSH – 2021
  • 19:46 min: Zahlen, Beispiele, Übersicht – Ergebnisse
  • 22:05 min: Strategie bei der Selektion auf SMR / VSH
  • 24:35 min: SMR Team, Drohnenauswahl und instrumentelle Besamung
  • 26:16 min: Projekt SMR-Selektion
  • 27:14 min: Nach SMR/VSH Eigenschaften Ausschau halten und neue Zucht-Linien
  • 29:32 min: Varroadezimierung durch öffnen verdeckelter Brutzellen
  • 31:10 min: Auszählen der Varroa-Milben
  • 33:53 min: Brutauswertung 2019/2020
  • 34:58 min: Beispiel Protokoll und „Happy family“ der Varroa
  • 38:45 min: Wer kann wie am Projekt mitmachen?
  • 40:33 min: Carnica VSH-Zucht
  • 40:55 min: Ziel: Überleben der Bienenvölker ohne medikamentöse Varroabehandlung
  • 41:56 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 42:02 min: Geben die Drohnen einer Königin mit SMR Eigenschaften diese weiter?
  • 43:31 min: Ist Königinnenzucht zu schwer und was sind die drei „big points“ die jeder für varroaresistente Völker beitragen kann?
  • 46:28 min: Wann ist der ideale Zeitpunkt einem Imker zu sagen: „Du ich brauche zwei Königinnen von Dir“?
  • 48:57 min: Wie kann man erkennen, ob eine Zelle noch nicht verdeckelt wurde, oder entdeckelt ist?
  • 50:01 min: Woran erkenne ich, dass eine Zelle wiederverdeckelt ist?
  • 50:58 min: Kann man die Varroabehandlung weglassen, wenn die Bienen selbst Zellen entdeckelt haben?
  • 53:57 min: Kann man mit der Puderzucker-Methode auch schon vor Abschluss der Honigernte beginnen?
  • 57:18 min: Machen Sie dann vor der Honigernte eine Varroa Behandlung?
  • 57:50 min: Was sollte ich bei der Neuanschaffung eines Volkes beachten?
  • 1:01:16 min: Gibt es das VSH-Zuchtmaterial kostenlos?
  • 1:02:11 min: Du hattest von einem Drohnenvolk auf der Belegstelle gesprochen. War es wirklich nur ein Volk?
  • 1:02:59 min: Kann man auch aus einer anderen Region am VSH Projekt teilnehmen? Wie findet man den richtigen Kontakt?
  • 1:04:06 min: Verabschiedung

Vortrag und Fragerunde rund um den angepassten Brutraum

Rund um den angepassten Brutraum

Jürgen Binder von der Armbruster Imkerschule hält hier einen Vortrag zum angepassten Brutraum, beantwortet zahlreiche Fragen und geht am Ende kurz auf das Thema „Bienenpolitik“ ein.

Das Video ist eine Aufzeichnung des zweiten Teils der online Frühjahrsversammlung des Landesverbandes Sächsischer Buckfastimker e.V , gemeinsam mit dem Imkerverein Dresden e.V. und dem biMOOC.

Für alle, die im angepassten Brutraum imkern, oder darüber nachdenken, es zukünftig zu tun, ist es lohnenswert, da einige interessante Themen und Beispiele diskutiert werden. Da das Video recht lang ist, lohnt es sich auch, den Index (unter dem Video) zu nutzen (Dauer: 89:23 min):

Index zum Video:

  • 0:00 min : Begrüßung (Tino Lorz)
  • 0:32 min : Begrüßung und „Hans Beer Gedächtnis-Nadel“(Jürgen Binder)
  • 4:11 min : ungeteilter und angepasster Brutraum – Geschichte
  • 8:36 min : Bedeutung von Wärme fürs Bienenvolk
  • 12:05 min: Wildbaubeispiele unter dem Aspekt – Wärme und Platz
  • 16:26 min: Warum „schieden“ (einengen) und wann?
  • 20:36 min: Wie „schieden“ + Varroa Hinweise
  • 27:23 min: Frühjahr + wieviel und wann Brutraum erweitern
  • 30:46 min: Drohnenwaben – Diskussion
  • 32:33 min: Schieden, Boden zu und Brutraum eng führen
  • 39:39 min: Einige Beispiele in Bildern
  • 47:00 min: Winter = Bienenmasse, Sommer = Brutmasse

  • 48:31 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 48:42 min: Gibt es eine ökologische Thermoschied Variante?
  • 49:16 min: Gibt es Entwicklungen, um weniger kalte Luft über die Fluglöcher ins Volk zu bekommen? Kommt nicht durch das enge Schieden zu oft im Frühjahr Störung in das Volk?
  • 55:19 min: Ergänzung zum Thermoschied aus natürlichen Materialien
  • 56:01 min: Schneidest Du keine Drohnenwaben raus oder gibst Du gar keinen Baurahmen?
  • 57:22 min: Fördert man mit dem Einengen nicht die Schwarmlust?
  • 1:00:54 h: Welches Buch war das am Anfang?
  • 1:02:24 h: Wo bekommt man die Futterwaben her, wenn man so einengt?
  • 1:04:00 h: Fachgespräch (fachsimpeln) zum korrekten Schieden am konkreten Beispiel (Jürgen Binder und Rolf Schülbe)
  • 1:12:43 h: Bild eines Wärmeschieds aus natürlichen Materialien
  • 1:13:11 h: Wann und wie behandelst du Varroa? (Fragen an Rolf)
  • 1:15:38 h: Wann und wie behandelst du Varroa? (Jürgen)
  • 1:20:52 h: Wie findest Du mit der Methode Deine Zuchtmütter?
  • 1:23:51 h: Einige Sätze zur Bienenpolitik + Spendenaufruf
  • 1:29:03 h: Verabschiedung