Das folgende Video (Dauer 3:25min) erklärt, welcher Teilnehmerkreis an welchen Modulen des Kurses teilnehmen sollte:
Jetzt wisst Ihr auch, dass die Themen nachhaltige Blühflächen, Trachtkalender, Bienenweidepflanzen und insektenförderliche Umweltbedingungen in Stadt- und Land (und was jede(r) dafür tun kann), im zweiten Modul gebündelt sind. (detaillierte Information dazu hier) Wenn Du Dich also nur zu diesem Themenbereich interessierst, weil Du z.B. nicht selbst Bienen halten möchtest, braucht Du nur im zweiten Modul (März) am Bienen und Imkerei MOOC teilzunehmen. Dies ist möglich und gewollt. Andererseits können sich bereits erfahrene Imker auf den Erfahrungsaustausch und die Experten-Vorträge (Live-Sessions) konzentrieren und die Theorie weitestgehend „überspringen“. Für „Bienen-AGs“ sind wiederum evtl. die „Bastel und Selbstbau“-Vorschläge interessanter, als für Andere.
Was erwartet Euch, wenn Ihr im biMOOC angemeldet seid? Wie die Lernabläufe aussehen könnten (als Empfehlung), zeigt Euch das folgende Erklärvideo (Dauer 4:48 min):
Detaillierter sind die Arbeitsweisen zum Lernen und Erfahrungsaustausch im biMOOC im organisatorischen Bereich (nach Anmeldung im biMOOC) dargestellt. Hier geht es zur biMOOC Information und Anmeldung.
In dieser biMOOC Live-Sessin berichtet Jürgen Schmiedgen, Obmann für Apitherapie im Landesverband Sächsischer Imker (LVSI) und Apitherapieberater (Deutscher Apitherapie Bund e.V.) zum Thema der Nutzung der Bienenstockluft für verschiedene Anwendungsgebiete in der Atemwegstherapie.
Bienenstockluft als Atemwegstheraphie – ist das sinnvoll? Nutzt das was und weshalb? Wie kann so einen Bienenstockluft-Therapie durchgeführt werden und was ist dabei zu beachten? Wie kann man als Imkerin zusammen mit Ärzten und Heilpraktikerinnen eine Bienenstockluft-Theraphiestation aufbauen und betreiben?
Insbesondere die Anwendungsmöglichkeiten für
Allergien, Heuschnupfen
Asthma
COPD
Erweiterung der Lungenfunktion
sowie ein allererster Ausblick für „Long-Covid“ Behandlungen (Viedo ist im Mai 2021 entstanden => gerade allererste Fälle von Lon-Covid bekannt)
In dieser biMOOC Live-Sessin berichtet Sven Hoffmann, (Imkerverein Cottbus e.V., Jugendobmann)
Aus den Erfahrungen in der der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen des Imkerverein Cottbus berichtet Sven Hoffmann, (Imkerverein Cottbus e.V., Jugendobmann) über Projekte, die am zentralen Lehrbienenstand im städtischen Schulgarten stattfinden und über den Aufbau und Betrieb einer Schulimkerei, Schaukästen, die Gestaltung von Projekttagen und auch über Projekte im KITA-Alter. Neben Anregungen zur Planung und zur Durchführung dieser Bildungsangebote werden auch Hinweise zu gut nutzbaren Informationsmaterialien und für die Verknüpfung mit relevanten, schulischen Themen gegeben. Ziel ist es Mut zu machen, Honigbienen und ihre wilden Schwestern als Sympathieträger in der Umweltbildung zu nutzen und damit auch auf andere Umweltthemen aufmerksam zu machen.
Wenn Bildungsthemen für Kinder und Jugendliche rund um Bienen und Imkerei für Euch ein Thema sind, egal ob Bienenschaukasten oder Schulbienenstand, solltet Ihr Euch dieses Video unbedingt ansehen. Es gibt darin Unmengen wichtiger Tipps und Anregungen, damit das Projekt ein Erfolg wird (Video-Dauer: 72 min).
Am 22.Februar 2022 beginnt der Bienen und Imkerei MOOC 2022 (biMOOC)
mit einer tollen Live-Session
Der biMOOC 2022 (kostenfrei … wie immer) beginnt am 22. Februar 2022. Ich freue mich, wenn viele von Euch (wieder) mit dabei sind und vielleicht noch andere Imkerinnen und Interessierte „mitbringen“. Ihr dürft die Möglichkeit auch gerne in Euren Vereinen bekannt machen.
Wir beginnen dieses Jahr auch gleich mit einer tollen Live-Session am Starttag:
Termin: 22.2.2022, 18:30 Uhr
Thema: „Wie wächst eine Imkerei aus sich heraus? – von klein zu GRÖSSER“
mit Ralf Sester, Vorsitzende der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker e.V., Berufsimker aus NRW(https://imkerei-sester.de/)
Einige von Euch kennen sicherlich den sehr informativen Youtube-Kanal von Ralf Sester und wissen, dass er weiß, wovon er redet. Das Thema klingt zwar so, als ob es erst für jahrelange Imkerinnen in Frage kommt. Aber viele Weichen für die Zukunft werden bereits ganz am Anfang gestellt, z.B. hinsichtlich der Beutenart und der Betriebsweise. Deshalb sind die Inhalte des Vortrags auch für die Anfängerinnen unter Euch interessant, für die mehrjährigen Imker sowieso. Anschließend können ,wie immer, Fragen gestellt werden.
Die online „Live-Session“ Termine werden jeweils ca. 1-2 Wochen vor dem jeweiligen Termin in der jeweiligen Einheit des biMOOC eingestellt und über den „Newsletter“ werdet Ihr aktiv dazu informiert. Einige hochinteressante Themen und Referenten sind bereits geplant, aber: Wenn ihr noch Vorschläge habt, oder tolle „Experten“ kennt, deren Themen, Wissen und Können für unsere ganze Community interessant sein könnten, stellt bitte den Kontakt zu mir her oder schlagt das Thema mit dem Experten vor. So können die Live-Sessions für uns alle noch interessanter und nützlicher werden, und natürlich erleichtern Eure Vorschläge und Kontakte meine ehrenamtliche Arbeit hier für den biMOOC. Noch ein Spoiler: Dieses Jahr wird es mit der Königinnennachschaffung und Königinnenzucht, ein Schwerpunktthema geben, in dem auch langjährige bekannte Züchter „zu Wort“ kommen. Ein Teil der Aufzeichnungen dazu sind schon in den letzten beiden Jahren erfolgt, so dass das Thema in diesem Jahr (endlich) mit sehr gutem Wissen gefüllt werden kann (und wie immer im biMOOC, mit unterschiedlichen Sicht- und Herangehensweisen unterschiedlicher Experten). Da ich das bereits vorhandene „Material“ kenne, freue ich mich schon sehr auf dieses Thema in diesem Jahr. Das ist sicer auch für die langjährigen Imkerinnen unter Euch interessant.
Noch etwas: Der biMOOC-Gedanke geht weiterhin davon aus, dass es mittelfristig wenigsten 2-3 „Moderatorinnen“ gibt und nicht nur mich. Deshalb suche ich immer noch 1-2 engagierte Mitmacher/innen. Es gibt viel Arbeit, während der Bienensaison auch zeitlich Stress und (fast) kein Geld. Falls Du für eine solch tolle Nebenbeschäftigung „brennen“ könntest, kontaktiere mich einfach.
Wer nicht bis zum Beginn warten möchte, findet vielleicht schon vorab die ein oder andere interessante aufgezeichnete Live Session der letzten beiden Jahre in unserem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/c/openacademy/videos
Hiermit möchte ich auch den Teilnehmern aus dem letzten Jahr danken, die „einen Kaffee spendiert“ haben und den „Becker Umweltdiensten“ (finanzieller Unterstützer). Diese sind bisher für das „fast“ verantwortlich und die teilweise Abdeckung der entstehenden Kosten.
Fall sich jemand von euch auch für Wildbienen interessiert, gibt es hier einen speziellen „Lernpfad“, der für die „Mauerbienen-Aktion“ von „lebenswertes Chemnitz“ entstanden ist:
mit Laura Welp, Bienensachverständige und Referentin der Imkerschule Imkerverein Gelsenkirchen e.V. und Martin Spickermann, Vorstandsmitglied und Referent der Imkerschule Imkerverein Gelsenkirchen e.V.
Die moderne Hohenheimer Betriebsweise setzt auf Einfachkeit, Fehlertoleranz und Effizienz bei der Bienenhaltung. In dieser biMOOC Live-Session wird ein Gesamtüberblick über diese Betriebsweise gegeben, die maßgeblich von Dr. Gerhard Liebig unter dem Motto „einfach imkern“ geprägt und weiterentwickelt wurde. Bei den Fragen gibt es teilweise störende Hintergrundgeräusche der Fragenden. Bitte entschuldigt diese. (Dauer: 75:12 min)
51:01 min: Wie ist es mit der Varroa-Behandlung bei „Teilen und Behandeln“, wenn ich danach z.B. noch eine Heide- oder Waldtracht möchte?
52:03 min: Wie ist die Schädlichkeit des Besprühens mit Oxalsäure zu sehen?
53:32 min: Wie of und wieviele Waben sollte man entnehmen, wenn eine Königin beispielsweise besonders viel Eier legt?
56:51 min: Was ist der Vorteil von Betriebsweisen, die das Schwärmen berücksichtigen?
01:00:17 h: Kann es passieren, dass ein Volk in starker Schwarmstimmung nach dem Brechen der Schwarmzellen evtl. ein vorhandenes Ei nutzt und daraus eine neue Schwarmzelle anlegt und somit schon nach 5 Tagen eine verdeckelte Brutzelle hat und schwärmt?
01:05:15 h: Wie lange hält sich Oxalsäure, wenn sie mit Wasser angemischt ist?
01:06:00 h: Wie erkennt man, ob es eine neue Nachschaffungszelle ist, oder ob die Königin daraus schon geschlüpft ist?
01:07:46 h: In welchem Zeitraum sollte man „Teilen und Behandeln“ durchfüren oder einen Sammelbrutableger machen?
01:10:12 h: Warum wurden meine Sammelbrutableger von Mitte Juli ausgeräubert? Waren es zu wenig Bienen oder zu wenig Waben?
01:12:57 h: Wo nehmt Ihr im Oktober die Königinnen her? Aus dem Zusammenlegen von Völkern?
01:14:00 h: Verabschiedung und Hinweis auf Online-Angebote von Laura und Martin
Bienenhaltung in Nicaragua – Arbeit mit afrikanisierten Honigbienen – 20 Jahre Bienenforschung in Mittelamerika
mit Christiane Düttmann, Tierärztin, seit 20 Jahren Bienenforschung und Bienenhaltung in Nicaragua
Wer sich für das Thema „afrikanisierte Honigbiene“ und für die Bienenhaltung im Mittelamerika interessiert, ist bei diesem Vortrag richtig.
Das ist sicherlich ein Thema mit weniger konkretem praktischen Nutzen für unsere Bienenhaltung hier in Deutschland, aber ein interessanter Blick über den Tellerand.
Die „afrikanisierten Honigbienen“ sind auch unter der Bezeichnung „Killerbienen“ bekannt, da sie sehr konsequent ihr Nest verteidigen. Bei Imkerinnen in Süd- und Mittelamerika sind sie aber wegen des hohen Honigertrags und auch wegen ihrer Gesundheit/Vitalität durchaus beliebt. Euch erwartet ein sehr interessanter Vortrag aus einer etwas anderen Imker-Welt (inkl. Fragen & Antworten). Einen großen Bereich nimmt auch die Varroa ein, mit der indirekten Nachricht an uns, auch wenn die Bienen eine recht hohe eigene Toleranz und Resistenz entwickeln, wird uns das Thema noch einige Zeit begleiten. Die gute Nachricht: Es gibt Honigbienen, die sowohl mit Varroa, als auch dem kleinen Beutenkäfer zurecht kommen … aber ich möchte nicht zuviel spoilern.
Teilweise gibt es Hintergrundgeräusche durch die offenen Fenster, die nicht zu vermeiden waren. Wir bitten um Euer Verständnis dafür. (Dauer: 1h 33 min)
Droplegverfahren – ein Beitrag zur Risikominderung.
mit Anke Hoppe, Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Referat 73 – Pflanzenschutz
„Spritzen“ in der Landwirtschaft und im Obstanbau führt regelmäßig zu Spannungen zwischen Naturschützern, Imkerinnen und Landwirten.
Die „Dropleg“-Technik wird als eine Lösung gesehen, die beiden Seiten besser gerecht wird. Ist das so?
Kann das Verfahren einen Beitrag zur Risikominderung bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen leisten? Ist es praxistauglich und bekämpft es ertragsrelevante Krankheiten genauso effektiv wie konventionelle Verfahren?
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sowie einem Strategieversuch wurde das Dropleg-Verfahren hauptsächlich im Winterraps geprüft. Auch zur Abdrift im Winterweizen wurde die Technik getestet. Die Praxistests und auch die interessanten Ergebnisse sind in der biMOOC Live-Session Aufzeichnung erläutert (Dauer: 43:34min):
Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker, Arbeiten am Bienenvolk und Antworten auf Fragen
mit Rolf Schülbe (Landesverband Sächsischer Buckfastimker und seit mehr als 50 Jahren Imker)
Auf vielfachen Wunsch ist dies ein Folgevortrag auf „Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum„. Die Teilnehmer hatten hier noch einmal die Möglichkeit ihn persönlich auszufragen, wie er imkert und warum er es so macht. Demzufolge enthält der Fragen und Antworten Bereich sehr viel tolles Wissen zur Bienenhaltung im angepassten Brutraum. Es sind teilweise kleine Vorträge im Vortrag mit tollem Erfahrungswissen. Besonders interessant ist der Prozess, inkl. Ablegerbildung direkt mit dem Abernten (letzte Honigernte: Abernten, Ableger bilden, Varroa behandeln, Füttern). Der Direktzugang über den Index ermöglicht dazu einen sucharmen Zugriff. (Gesamtdauer: 1:34 h).
17:55 min: Wie sieht Dein Varroa – Konzept aus? (mit Seitenblick zur Honigernte, Ablegerbildung bei der Honigernte und richtigem Füttern)
30:54 min: Sind die Schiede Eigenbau? (mit Zusatzinformationen zu Wärmeschieden)
33:09 min: Müssen die Bienen nicht zuviel heizen, wenn man bei Kälte schon den Honigraum aufsetzt?
34:27 min: Wie machst Du den Wabenaustausch / Wabenhygiene?
37:37 min: Wan ist ein günstiger Zeitpunkt die Honigräume aufzusetzen?
38:16 min: Wie wird der erste Honigraum geschleudert – z.B. wenn Raps eingetragen wurde?
40:31 min: Komme ich mit 10er Dadant hin, wenn ich zwei Wärmeschiede einsetze?
43:54 min: Wie bekomme ich vier Völker um ca. 600m versetzt, ohne dass die Bienen zurückfliegen? (mit Seitenblick auf Eigenbau-Wärmeschied)
47:27 min: Wie viele Honigräume setzt Du auf einmal auf?
48:18 min: Warum müssen im Frühjahr neben dem eingeengten Brutraum die Waben weg und lassen sich diese nicht im Juli für Ableger verwenden? (mit Diskussion)
55:34 min: Wenn die Waben hinter dem Schied im Frühjahr entnommen werden, haben sie doch kein Futter mehr?
01:00:44 : Macht auch eine Dämmfolie auf den Rähmchen Sinn?
01:03:14 : Was sollte man statt Bienenfluchten verwenden? (Bezug auf den „Abernteteil“ der „Varroa-Konzept“ Frage)
01:06:26 : Was ist der Vorteil des Schiedens im Winter auf drei Waben statt auf fünf Waben? (Bezieht sich auf das konkret gezeigte Beispiel-Volk)
01:10:11 : Kann das Volk (neuer Brutraum mit den Honigräumen) mit offenem Gitterboden bis zum nächsten Tag stehenbleiben?
01:12:57 : Gibt es bei den fünf Rähmchen noch einen Drohnenrahmen und wenn ja, wo ist der?
01:14:08 : Es muss mehr reinkommen als verbraucht wird (Aufsetzen des Honigraumes) – wie kann man das ohne Stockwage entscheiden?
01:15:01 : Wie ist das mit der Schwarmkontrolle, wenn das Brutnest so wenig wie möglich gestört werden soll?
01:17:50 : Wie viele Mittelwände tust Du in den neuen Brutraum?
01:21:08 : Kann ich auf Zander einräumig mit Schieds arbeiten?
01:22:01 : Wie kann ich meine neuen Hinterbehandlungsbeuten bevölkern?
01:25:42 : Welches Zellmaß verwendest Du, 5,4mm oder ein Kleineres?
01:30:57 : Wann wird die Königin getauscht (wie alt lässt Du sie werden)? + Wann gibst Du den Baurahmen zu?
Eine Mitmach-Aktion der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft
… für ein schöneres, aber auch insektenfreundlicheres Wohnumfeld.
Vorwort (warum dieses Projekt):
Im Rahmen eines umfassenden strategischen Gesamtprojektes zum „Zusammenleben 4.0“ ist es das Ziel der HA-NEUer Wohnungs-genossenschaft mit vielen „Plattenbauten“ ein Wohn- und Lebensumfeld zu bieten, was zukünftig für alle Generationen attraktiver und lebenswerter ist, als z.B. das Wohnen im eigenen Eigenheim. Nicht nur aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes und zur Schonung der natürlichen Ressourcen haben Wohngebiete mit größeren Mehrfamilienhäusern viele Vorteile, sondern auch für das Lebensgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Teilbereich der dazugehörenden Aktivitäten sind auch Aktionen und Projekte zum Umwelt-, Klima- und Naturschutz, wie diese Mitmach- Aktion, die ein schöneres Wohnumfeld mit nachhaltigen, insektenfreundlichen Blühflächen verbindet.
Ein blühendes Wohngebiet im Frühjahr
… als Mitmach-Aktion für die Bewohner der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft. Vorbild für diese Frühblüher Mitmach-Aktion ist ein Projektvorschlag „Frühblüherflächen – Kulturhauptstadt 2025“ in Chemnitz, welches auf der Frühblüher – Mitmach – Aktion aufbaut, die seit 2018 stattfindet.
Kurzzusammenfassung der Frühblüher Mitmach-Aktion:
Mieter:innen der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft schaffen gemeinsam schöne, nachhaltige und insektenfreundliche Frühblüher-Flächen im öffentlichen Bereich unseres Wohngebiets.
Während die „Guerilla Aktion“ in Chemnitz das Risiko birgt, dass zahlreiche Frühblüher abgemäht werden, stellt die HA-NEUer für die Frühblüher einige gekennzeichnete geeignete Flächen zur Verfügung. Auf den richtigen Standorten sind Frühblüher sehr nachhaltig und entwickeln sich über viele Jahre ohne besondere Pflege (ohne laufende Zusatzkosten für die Genossenschaft) selbst weiter. Diese Frühblüher – Flächen sind zukünftig nicht nur schön, sondern auch besonders wertvolle Blühflächen für Wildbienen, Honigbienen und Insekten, da im zeitigen Frühjahr (vor der Weidenblüte) Pollen- und Nektarmangel besteht.
Das Vorbild-Projekt aus Chemnitz wird in folgendem Video vorgestellt (Dauer: 8:14 min):
In der Zeit von Oktober bis Dezember werden alle Mieter:innen ermutigt auf den gekennzeichneten Flächen ihres unmittelbaren Wohnumfeldes einige Frühblüher-Zwiebeln aus ihren Gärten oder aus dem Handel zu pflanzen. So schaffen sich die Bewohner:innen gemeinsam ihr blühendes Wohnumfeld. Diese Flächen werden zukünftig zwischen Ende Dezember bis Mitte Juni nicht gemäht, so dass sich die Frühblüher ungestört entwickeln, blühen und danach ihre Blätter „einziehen“ können, um die ganze Kraft ins nächste Jahr mitzunehmen.
Die Flächen wurden zielgerichtet ausgewählt, so dass sie sich für typische Frühblüher, wie Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse, Narzissen usw. besonders eignen. Es sind Flächen, die im Frühjahr besonnt sind, weil die Sträucher und Bäume noch kein Laub haben und mit dem Laubaustrieb schattig werden.
Ziel ist es, zukünftig auch gemeinsame Pflanzaktionen zu organisieren, z.B. am 2.Samstag im Dezember in Verbindung mit dem Abverkauf von Frühblühern im lokalen Handel, vielleicht sogar mit Unterstützung des ein oder anderen Marktes, wie es das folgende Beispielbild aus Chemnitz zeigt:
Bildung zu Frühblüher „Blühflächen“
Begleitet wird die Aktion durch Informationen, die das Wissen vermitteln, welche Frühblüher an welchen Standorten der Flächen wahrscheinlich am besten gedeihen. Ziel ist es, dass sich die Mühe aller Beteiligten lohnt, und sich die die Frühblüher kontinuierlich vermehren, bis sie beeindruckende Blühflächen bilden, wie sie folgende Beispielbilder zeigen:
Wildbienen-Schutz einer Wohnungsgenossenschaft durch Nistblock-Aktion
Vorwort:
Im Rahmen eines umfassenden strategischen Gesamtprojektes zum „Zusammenleben 4.0“ ist es das Ziel der HA-NEUer Wohnungs-genossenschaft mit vielen „Plattenbauten“ ein Wohn- und Lebensumfeld zu bieten, was zukünftig für alle Generationen attraktiver und lebenswerter ist, als z.B. das Wohnen im eigenen Eigenheim.
Nicht nur aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes und zur Schonung der natürlichen Ressourcen haben Wohngebiete mit größeren Mehrfamilienhäusern viele Vorteile, sondern auch für das Lebensgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein Teilbereich der dazugehörenden Aktivitäten sind auch Aktionen und Projekte zum Umwelt-, Klima- und Naturschutz, wie diese Mitmach- und Bildungsaktion zum Wildbienen-Schutz.
Wildbienen-Aktion als Umwelt- und Bildungsaktion
… als Mitmach-Aktion für die Bewohner der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft und auch anderer Bewohner der Stadt. Vorbild für diese Wildbienen-Aktion ist ein Projektvorschlag „Wildbienen – 2025“ für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025 in Chemnitz, welches auf dem Pilotprojekt der Mauerbienen-Aktion (Mitmach-Aktion) aufbaut.
Kurzzusammenfassung der Wildbienen-Aktion:
Mieter:innen der Genossenschaft stellen gemeinsam in ihren Kleingärten, auf geeigneten Balkonen, in Mietergärten oder in öffentlich zugänglichen Flächen der Genossenschaft Wildbienen-Nistblöcke mit Nistbrettchen auf, die in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ gefertigt wurden.
Sowohl die Mitmachenden, als auch die Kinder und Jugendlichen des Wohngebietes, Schulklassen regionaler Schulen als auch Interessierte aus der Stadt können darüber am praktischen Beispiel viel zum nachhaltigen Bienen-und Insektenschutz, zum natürlichen Gleichgewicht und zu angrenzenden Themen, wie nachhaltige Blühflächen lernen. Das verbessert nicht nur das Angebot an alternativen Bestäubern zu Honigbienen in den Kleingärten und den Wohngebieten, sondern hilft der Wildbienenpopulation und dem Verständnis für nachhaltige Blühflächen insgesamt. Die Bewohner:innen realisieren dieses Projekt gemeinsam mit der Genossenschaft. Das verbindet die Bewohner untereinander, steigert die Lebensqualität im Wohngebiet und verbessert so auch das „an einem Strang ziehen“ zwischen der Genossenschaft und ihren Mieter:innen. Den Bildungsansatz kann man am „Lernpfad zur Mauerbienen-Aktion“ des aracube e.V. nachvollziehen, der durch den Aufkleber an den Nistblöcken jederzeit, z.B. per Smartphone digital nutzbar ist. Außerdem wird über die Herstellung der Nistblöcke in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ die sinnstiftende Arbeit/Beschäftigung und entsprechende Integration dieser Mitmenschen unterstützt.
Im Frühjahr 2021 (20.4.2021) wurde zur Vorbereitung der Wildbienen-Aktion durch die Genossenschaft in einem Mietergarten ein Pilot-Nistblock in einem entsprechenden Schutzkasten aufgestellt (Foto noch vor dem Schutzanstrich des Schutzkastens):
Im September (13.9.2021) ist der Erfolg deutlich sichtbar:
wirklich alle Nistgänge sind belegt und zu 100% verschlossen.
Wie geeignet z.B. die Mietergärten der HA-NEUer Wohnungsgenossenschaft für diese Aktion sind, zeigt das folgende Bild:
Entsprechend dieses Beispiels können sich nun Mieter:innen und Interessierte aus der Stadt an diesem Projekt beteiligen und eigene Nistblöcke mit entsprechendem „Lernpfad“ (Aufkleber mit dem QR-Code u. Link zum „Lernpfad“) erwerben, aufstellen und ihre Ergebnisse und Erfolge untereinander teilen.
Nachhaltigkeit:
Bis hierher könnte man fragen: „Warum nicht einfach ein typisches Insektenhotel für diese Aktion nehmen?“
Die Antwort: „Weil das nicht nachhaltig wäre und auch deutlich weniger Bildungs-Potential hätte.“
Deutlich wird dies z.B. wenn man an folgende Stelle im oben eingebundenen Projektviedo springt:
„29:09 min: Warum diese Nistblöcke als Bildungsprojekt so lehrreich sind (Video-Beispiele + Fotos)“
Die im Video angesprochene „Parasiten-Thematik“ ist ein wichtiger, vielleicht sogar entscheidender Grund gegen „typische Insektenhotels“. WildBee, einer der Pioniere im Bereich der „künstlichen Nisthilfen“ (Insektenhotels) schließt diese typischen „künstlichen Nisthilfen“ inzwischen als sinnvolle Maßnahme zum WIldbienenschutz aus.Die überzeugende Begründung ist hier unter „künstliche Nisthilfen“ (wildbee.ch, 5.10.2021) nachzulesen. Ein Contra-Punkt aus dem verlinkten Beitrag ist unter anderen „Sie vermehren auch Gegenspieler enorm, so dass Wildbienen-Populationen an Nisthilfen zusammenbrechen können.“ Typische Insektenhotels können bereits ab dem 3.Standjahr als „Wildbienenfalle“ funktionieren, in der die Parasiten schon warten, die auch die neue Brut durch „natürliche Besiedelung“ vernichten. Eine sinnvolle Parasiten-Reduzierung (Gegenspieler-Reduzierung) ist bei typischen Insektenhotels (auch wenn sie sonst „richtig“ hergestellt wurden) nicht sinnvoll möglich.
Die Nistblöcke dieser „Wildbienen-Aktion“ lassen dagegen sowohl die Reduzierung der Gegenspieler (Parasiten) zu, als auch eine vertiefte Bildung zu Wildbienen, die auch dem Schutz von selteneren Arten zugute kommt. Eine gefahrlose Beobachtung dieser häufigeren Wildbienen-Arten, ermöglicht praxisorientiertes Lernen, ohne die wirklich seltenen Arten dabei zu gefährden.
Außerdem leisten diese häufigeren Wildbienen-Arten, insbesondere die gehörnte und die rostrote Mauerbiene einen wichtigen Bestäubungsanteil, z.B. in Kleingärten und Grundstücken, alternativ zur Honigbiene. Mit diesen Nistblöcken kann also direkt der Bestäubungserfolg im einenen Garten relevant verbessert werden.
Nicht zuletzt gibt es einen aktuellen BOOM zu typischen Insektenhotels (inkl. Eigenbau). Dieses Projekt kann helfen, dieses Interesse in nachhaltigere Bahnen zum Wildbienenschutz zu lenken, ohne das die Menschen auf die „Wildbienen-Nisthilfe“ verzichten müssen.
Gemeinsame Aktion mit Naturschutz- und Umweltaktiven der Region
Die Wohnungsgenossenschaft möchte das Projekt gemeinsam mit städtischen Aktiven, der Stadtverwaltung und aus dem Bereich Naturschutz und Umwelt (BUND, NABU, Imkerverein usw. ) durchführen. Entsprechende Gespräche finden derzeit statt.
Es ist geplant, dass alle interessierten Mieter:innen und auch weitere Interessierte der Stadt bis Weihnachten 2021 entsprechende Nistblöcke der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ erhalten und ggf. auch an ihre Lieben verschenken können.
2021 ist dabei als Pilot geplant. Bei Erfolg soll eine Fortsetzung in den folgenden Jahren erfolgen.
( 3 Tage „Ei“, 5 Tage „Larve“, 8 Tage Verdeckelungszeitraum bis zum „Schlupf“ = 16 Tage)
Es macht Sinn, den Bereich der Königinnen-Zucht in zwei Themenkomplexe zu trennen, da die gezielte Vermehrung von Bienen-Königinnen kein Hexnwerk, sondern etwas für die meisten Imkerinnen ist. Mit geringem Aufwand lassen sich hier an anderer Stelle sowohl Zeit sparen, als auch bessere Ergebnisse erreichen. Die gezielte Nachzucht spart deshalb insgesamt Aufwand. Deshalb erfolgt eine Unterteilung (trotz einiger Überschneidungen) in folgende zwei Herangehensweisen:
1. Vermehrung und Nachzucht von Bienen-Königinnen: Dazu gehört die Nachschaffung aus eigenen Völkern mit gewünschten Eigenschaften, aber auch das Aufziehen von Nachkommen von „Zuchtköniginnen“, also die gezieltere Vermehrung von guten „Zuchtergebnissen“ von „richtigen Züchtern“.
2. Königinnenzucht: Hier geht es darum gezielt und planmäßig neue Eigenschaften bei Bienen-Königinnen auszuprägen (z.B. Varroa-Toleranzzucht), oder bestehende positive Eigenschaften (Zuchtziele) zu verstärken. Hier geht es also um die eigentliche (planmäßige) Zucht von vererbbaren Eigenschaften. Hierzu ist entsprechendes Fachwissen, Disziplin und Dokumentation (also mehr Aufwand) erforderlich.
Jede Imkerin kann und sollte Königinnen gezielt „nachziehen“. Das ist relativ einfach möglich, wenn die Grundlagen dazu bekannt sind:
In der Umsetzung ergeben sich zwei Themenbereiche, zum einen die Anzucht der Königinnen und dann das möglichst sichere und bestmögliche „Einweiseln“ (Zusetzen) der Königinnen in die Völker:
Die gezielte Nachzucht von Königinnen ist eine „Terminsache“. Es ist extrem hilfreich sich rechtzeitig eine Zeitplanung für seine Zuchtmethode und Zielsetzung zu machen. Da das auch andere Aspekte (z.B. eigene Anzuchtmethode o. Einweiselzeitpunkt) und nicht nur die „3-5-8 Regel“ beinhaltet, werden die Vorüberlegungen etwas umfangreicher. Dazu gibt es „Zuchtkalender“:
Es gibt einige unterschiedliche Möglichkeiten, in welchen „Begattungseinheiten“ (Begattungskästen) die Königinnen nach dem Schlupf, während der Begattung und bis zum Einweiseln gehalten werden. Einige verbreitete Begattungskästen werden hier mit Pro und Kontra (Vor- und Nachteilen) dargestellt:
Es ist, gerade auch für Anfänger, sinnvoll, z.B. eines der gängigen „Zuchtsysteme“ zumindest teilweise zu nutzen, die darauf optimiert sind, die einzelnen Anzuchtschritte möglichst optimal zu unterstützen:
Zur planmäßigen Zucht ist eine gezielte Begattung der Königinnen durch die „richtigen“ Drohnen erforderlich. Deshalb ist es dazu sinnvoll, Königinnen in kleinen „Begattungsvölkern“ auf „Belegstellen“ begatten zu lassen:
Sicherlich in den ersten Jahren nur aus informativer Sicht interessant, für die gezielte Zucht jedoch gerade von steigender Bedeutung, ist die „künstliche“ bzw. „instrumentelle“ Besamung:
Nützlich ist es auch, aus Fehlversuchen und Fehlern von Anderen zu lernen. Nicht immer ist die Ursache dafür sofort bekannt. Vielleicht helfen „Fehlversuche“ auch, mögliche Ursachen zu finden, wenn es mehrere ähnliche Fehlversuche unterschiedlicher Imkerinnen gibt. Deshalb entsteht hier eine Sammlung von Fehlerbeschreibungen, Fehlversuchen und „Lessons Learned“:
Es gibt sehr gute, recht komplette und umfangreiche Informationsquellen zur Königinnenzucht, die teilweise anders strukturiert sind. Hier kommt eine empfehlenswerte Auswahl (die auch anstatt unserer Informationen gut nutzbar sind):
„Zuchtmethoden“, Norddeutsche Peschetz-Zuchtgemeinschaft e. V. , ist eine umfangreiche Beschreibung zur Königinnenzucht, inkl. Beschreibung, warum das sinnvoll ist, einer Liste der notwendigen Ausrüstung, Hinweisen zur Planung der Arbeiten und Zeitplanung, zum Arbeitsablauf (auf Basis des „Umlarvens“), Vorstellung unterschiedlicher Anzucht-Methoden, Informationen zum Zeichnen der Königin und Vorstellung von Belegstellen mit Vergleich von Inselbelegstellen und Landbelegstellen. Nur der Bereich des „sicheren Einweiseln“ fehlt.
weitere – in Arbeit
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