im biMOOC lernen

Lernen und Erfahrungen austauschen im Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC)

Parallel zum Bienenjahr findet jährlich von Februar-August der interaktive, kostenfreie Kurs „biMOOC“ statt (erstmalig ab 22.2.2020). Hier geht es zur biMOOC – Information und Anmeldung.

Das folgende Video (Dauer 3:25min) erklärt, welcher Teilnehmerkreis an welchen Modulen des Kurses teilnehmen sollte:

Jetzt wisst Ihr auch, dass die Themen nachhaltige Blühflächen, Trachtkalender, Bienenweidepflanzen und insektenförderliche Umweltbedingungen in Stadt- und Land (und was jede(r) dafür tun kann), im zweiten Modul gebündelt sind. (detaillierte Information dazu hier) Wenn Du Dich also nur zu diesem Themenbereich interessierst, weil Du z.B. nicht selbst Bienen halten möchtest, braucht Du nur im zweiten Modul (März) am Bienen und Imkerei MOOC teilzunehmen. Dies ist möglich und gewollt. Andererseits können sich bereits erfahrene Imker auf den Erfahrungsaustausch und die Experten-Vorträge (Live-Sessions) konzentrieren und die Theorie weitestgehend „überspringen“.   Für „Bienen-AGs“ sind wiederum evtl. die „Bastel und Selbstbau“-Vorschläge interessanter, als für Andere.

Was erwartet Euch, wenn Ihr im biMOOC angemeldet seid? Wie die Lernabläufe aussehen könnten (als Empfehlung), zeigt Euch das folgende Erklärvideo (Dauer 4:48 min):

Detaillierter sind die Arbeitsweisen zum Lernen und Erfahrungsaustausch im biMOOC im organisatorischen Bereich (nach Anmeldung im biMOOC) dargestellt. Hier geht es zur biMOOC Information und Anmeldung.

Das Gesamtprojekt ist ausführlicher in der Projektinformation erläutert.  Wir hoffen, es ist deutlich geworden, dass jede Teilnehmerin selbst wählt, wieviel sie vom biMOOC mitmacht. Auch einzelne ausgewählte Themen sind völlig ok und gewollt.

Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum (Erfahrungsbeitrag)

„Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum“

mit  Rolf Schülbe (Landesverband Sächsischer Buckfastimker und seit mehr als 50 Jahren Imker)

Über das eigentliche Thema des Wärmeschied-Einsatzes in der Betriebsweise „angepasster Brutraum“ hinaus, ist dieser Vortrag voll mit Wissen eines sehr erfahrenen Imkers. Wer aus solchen langjährigen Erfahrungen lernen möchte um das ein oder andere an den eigenen Bienen auszuprobieren, sollte sich dieses Video ansehen. Es sind auch viele Erfahrungen enthalten,  die auch außerhalb der Betriebsweise „angepasster Brutraum“ interessant sind.  Aus dem Index (unter dem Video) ist ganz gut zu erkennen, welche weiteren Themen angesprochen werden. (Dauer: 67:56 min):

Index zum Video:

  • 0:14 min : Vorstellung Rolf Schülbe, Imker seit 1968
  • 1:55 min : Einführung zum Thema: Einengen der Völker mit Wärmeschied
  • 2:13 min : Bedeutung starker Völker beim Einwintern und Erklärung angepasster Brutraum
  • 5:11 min : Grundlagen – Wärmeschied
  • 7:53 min : Einengung mit Wärmeschieden am Beispiel eines Volkes (mit ergänzenden Erklärungen zu Belegstellen und Begattungseinheiten)
  • 11:33 min: Begründung der Einengung mit Wärmeschied bei angepasstem Brutraum
  • 17:16 min: Wärme und angepasster Brutraum für starke Völker im Frühjahr
  • 21:19 min: Bedeutung der Königin (Hinweise zur Königinnen-Nachzucht)
  • 22:40 min: Beispiel aus der VSH-Zucht (Varroa Sensible Hygiene) mit Zwischenfrage und Meinung zu „schönen Bienen“
  • 25:20 min: Wärmekammer und Futterwaben außerhalb dieses Bereiches
  • 26:12 min: Zwischenfrage: Wie stellt man sicher, dass die Bienen so nicht vom Futter abreißen?
  • 28:42 min: Erklärungen zu Mini-Plus Magazinen als Begattungsvölker für Belegstellen und Königinnenzucht.
  • 32:18 min: Hinweise und Tipps zur „Kunstschwarmbildung“ bei der Honigernte
  • 37:10 min: Wärmeschied mit natürlichen Materialien
  • 37:31 min: Beginn Fragen & Antworten
  • 37:43 min: Muss das Flugloch verschlossen sein? + Hinweise zur Fütterung
  • 38:14 min: Hinweise zur Fütterung
  • 40:24 min: Diskussion zum „Angepassten Brutraums“ und Schwarmverhinderung
  • 45:07 min: Wie entscheidest Du, wie Du genau einengst?
  • 46:58 min: Überlegungen zur Bienenrasse
  • 47:54 min: Ist es sinnvoller die Böden im Winter offen oder zu zu lassen?
  • 51:49 min: Ab wann kann ein Honigraum geschleudert werden?
  • 58:25 min: Geht eine halbe Zarge als Ersatz für ein Absperrgitter?
  • 59:44 min: Wann werden die Wärmeschiede gesetzt und wann werden sie gezogen? (mit zusätzlichen Ausführungen zu Pollenwaben)
  • 1:02:30 min: Wie wird mit dem Baurahmen (Drohnenrahmen) verfahren?

biMOOC für Volkshochschulen

Vorschläge, wie Volkshochschulen den Bienen und Imkerei MOOC 2021 (biMOOC) in ihr Online-Programm einbinden könnten

Aufgrund mehrere Anfragen von verschiedenen VHS fasse ich hier die bisher angedachten Varianten zusammen, wie der biMOOC kurzfristig in 2021 in das Programm eingebunden werden kann und einen Ausblick, wie es im kommenden Jahr entwickelt werden könnte:

Vorab: Die Teilnahme am biMOOC (https://www.oncampus.de/bimooc ) ist für alle Teilnehmer und alle Module kostenlos. Dem biMOOC liegt ein „Blended Learning“ bzw. „flipped classroom“ Konzept zugrunde („Theorie online“ – „Praxis, persönlicher Austausch und lokales Netzwerk lokal vor Ort“). Deshalb ist eine Zusammenarbeit mit lokalen Partnern (z.B. Volkshochschulen und Imkervereinen) gewünscht, so unbürokratisch, wie möglich.

Hier noch einmal der Link zur „Einladung“, wie sie unser Imkerverein in Chemnitz nutzt. (z.B. für Texte und Bilder)

Durch Corona-Einschränkungen sind Präsenztreffen natürlich derzeit nicht möglich. Aber das könnte sich bis zum Ende des biMOOC (Anfang August) auch noch ändern.

Konkrete Ideen zur Integration ins VHS-Programm (einfachste Varianten zuerst):

  1. Empfehlung der biMOOC-Teilnahme auf der eigenen VHS-Website. Die Teilnehmer melden sich direkt beim biMOOC an. Vorteil: geht am einfachsten und hat keinen Folgeaufwand, Nachteil: die VHS bekommt keinen „Teilnehmer-Kontakt“, weiß also nicht, wer über sie am biMOOC teilnimmt. Die VHS erhält keine Kusrgebühren oder „abrechenbare Teilnehmer“.
  2. Die VHS bietet einen „biMOOC-Begleitkurs“ (Name frei wählbar) an. Das kann z.B. ein einmaliges oder mehrmaliges persönliches Treffen dieser „Bienen und Imkerei Interessierten“ in einem Raum der VHS während der biMOOC-Zeit sein, sobald das wieder möglich ist. Bei diesem Treffen können sich die Teilnehmer zu ihrem „Bienen-Interesse“ austauschen und persönlich vernetzen. Vielleicht ist auch ein „Treffen-Moderator“ oder eine „Bienen-Expertin“ aus dem lokalen Imker-Verein oder dem „Lebensmittel- und Veterinäramt“ (Amtstierarzt-Bereich) dabei. Die Teilnehmer melden sich bei der VHS „wie üblich“ an und parallel auch selbständig für den „biMOOC“ (für ein Anlegen von Teilnehmern nach einer Liste der VHS gibt es beim „oncampus“, der technischen Plattform des biMOOC, weder Prozess noch geeignete Datenschutz-Einwilligungserklärungen). Die VHS kann selbst entscheiden, ob sie diesen „Begleitkurs“ kostenfrei oder kostenpflichtig anbietet.  Vorteil: geht einfach und die VHS hat ihre eigenen, abrechenbaren und erreichbaren Teilnehmer, es ist sehr wenig Organisationsaufwand seitens der VHS erforderlich. Der biMOOC findet auf jeden Fall, auch bei kleiner Teilnehmerzahl zu diesem Kurs statt. Nachteil:  Keine Praxis an Bienen, Evtl. keine fachliche kompetente Betreuung vor Ort im VHS-Raum.
  3. Die VHS bietet einfaches „blended learning“, z.B. in Kooperation mit einem lokalen Imkerverein an. Es werden mehrere begleitende Präsenztermine zum biMOOC (Online-Theorie) in Räumen der VHS (z.B. ab Anfang April) angeboten, die ein „erfahrener Imker“ begleitet (Fragen beantwortet, Themen diskutiert, Hinweise gibt – also fachlich kompetenter persönlicher Erfahrungsaustausch). Vorteil: fachlich kompetente Leitung, Begleitung und Input für die Präsenztreffen bei gleichzeitig recht einfacher Organisation und Vorbereitung – auch durch die erfahrene Imkerin. Nachteil: Es ist eine Abstimmung mit dem Imkerverein erforderlich und es muss sich dort jemand als Kursleiter finden.  Keine Praxis an Bienen. Ist vielleicht für dieses Jahr zu kurzfristig.
  4. Die VHS bietet ein echtes „blended learning“ zusammen mit dem lokalen Imkerverein an.  Es gibt also auch Kurstermine am Bienenstand, an denen die Teilnehmer unter Anleitung einer erfahrenen Imkerin notwendige Tätigkeiten des Bienenjahres ansehen und ggf. selbst probieren können. Das kann auch nur ein „Schnupper und Zuschau-Termin“ sein. Vorteil: Hier werden „Theorie – Online“ und „Praxis – vor Ort“ so wie beim „flipped classroom“ gedacht umgesetzt. Die Arbeitsteilung wäre „Theorie – biMOOC“, „Organisation – VHS“, „Praxis – Experte aus lokalem Imkerverein“ , Nachteil: Das erfordert mehr Organisationsaufwand seitens der VHS und seitens des Imkervereins/Experten. Klappt kurzfristig wahrscheinlich nicht mehr.
  5. Die VHS bietet die „Jungimker-Ausbildung“ in Abstimmung mit dem lokalen Imkerverein und dem jeweiligen Imker-Landesverband nach dem „flipped classroom“ Konzept an: „Theorie Online – biMOOC + Ergänzungen des Landesverbandes“, „Praxis- lokale Experten vor Ort in Abstimmung mit dem Landesverband“, „Prüfung  in der VHS“, „Teilnahme-Zertifikat vom Landesverband“. Vorteil: Imker-Landesverband kann Organisation der darin kompetenteren VHS überlassen und die biMOOC Inhalte mit nutzen. Die Praxis kann auf mehr Imker des Bundeslandes verteilt werden. Nachteil: hier ist der meiste organisatorische Aufwand, wahrscheinlich einige Überzeugungsarbeit und evtl. Ablehnung seitens des Landesverbandes, der diese Schulungen bisher meist selbst organisiert, zu erwarten.

sonstige Angebotsmöglichkeiten:

  • das zweite Modul des biMOOC behandelt konzentriert nachhaltige „Blühflächen“ und „Wildbienen“ Themen. Darüber lässt sich auch nach Abstufung ein „Blühflächen“ und/oder ein „Wildbienen – Thema“ seitens der VHS , ggf. auch zusammen mit einer lokalen Naturschutzorganisation oder lokalem Naturschutzzentrum anbieten (BUND, NABU oder regionales Naturschutzzentrum der Stadt/Gemeinde)
  • Es könnte, z.B. mit dem Schulamt, lokalen Schulen und dem lokalen Imkerverein eine „Imker-AG“ (GTA, Schulprojekt o.ä.) organisiert und durchgeführt werden, die „online Theorie“ und „Praxis vor Ort“ (bei Imkerin, Schulbienenstand oder Schau- und Lehrbienenstand der Gemeinde) schülergerecht so organisiert, dass es nicht jede Schule einzeln planen und selbst organisieren muss.

Beispieltext für „Variante 1“ (Vorschlag) – Empfehlung der biMOOC-Teilnahme auf der eigenen VHS-Website

Titel: Bienen und Imkerei – Online Kurs (biMOOC)

Leitung: Dirk Liesch

Termin: 22.2.2021 – 8.8.2021 (jeweils 14tägige Einheiten, mit jeweils ca. 3-4h Zeitbedarf in eigener Zeiteinteilung)

Ort: Online-Kurs (kostenfrei)

Text:

Begleitend zum „Bienenjahr“ findet dieser kostenfreie Onlinekurs zu Themen rund um Bienen und Imkerei statt. Es beginnt mit den „Grundlagen des imkerlichen Wissens“, der Begeisterung für Bienen und die Frage „Ist die Honigbienen-Haltung etwas für mich?“(Modul 1). Das zweite Modul enthält konzentriert Blühflächen-, Wildbienen- und Trachtkalender-Themen. Es ist damit auch für Teilnehmer sehr interessant, welche sich für Natur- und Insektenschutz, sowie Blühflächen interessieren, aber nicht selbst Honigbienen halten möchten. Es ist auch möglich, nur an diesem zweiten Modul teilzunehmen. Modul 3-5 beschäftigen sich mit typischen Themen, der Bienenhaltung, in etwa in dem Zeitraum, in dem sie an den Völkern relevant werden.
Den genauen Inhalts- und Zeitplan des „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC) finden Sie hier: https://bienen.open-academy.com/zeitplan-des-bimooc-2021/
Hier geht es zur Anmeldung für den biMOOC: https://www.oncampus.de/bimooc

In eigener Sache:

Bisher (Februar 2021) ist der biMOOC fast vollständig ehrenamtlich ohne finanzielle Unterstützung entstanden. Falls sich für einzelne Angebote für die jeweilige Volkshochschule eine Möglichkeit ergibt, die Kurskomponente der „Theorie-Vermittlung“ über den biMOOC in irgendeiner Form zu vergüten (z.B. 5 Euro pro Kursteilnehmer der VHS am jeweiligen Angebot), wäre das toll. Bitte dazu direkt Kontakt aufnehmen (Vertrag und Rechnungsstellung ist möglich). Eine Pflicht ist das nicht. Die VHS können den biMOOC auch komplett kostenfrei in ihre Angebote integrieren, auch wenn das eigene Angebot kostenpflichtig ist.

Die Module 4-5 werden erstmalig in 2021 ergänzt und freigegeben.
Im „Kursbuch“ (https://bienen.open-academy.com), taucht (noch) öfter die Meldung auf: Dieser Inhalt ist passwortgeschützt …“ (hier gibt es die Erklärung dazu)Kurzfassung: Dieser Inhalt ist noch nicht fertig, sondern „in Arbeit“.

Zeitplan des biMOOC 2021

Inhalts- und Zeitplanung des Bienen und Imkerei MOOC 2021

Der biMOOC gliedert sich in folgende 5 Hauptmodule:

  • Modul 1 (Einheiten 1-2): Motivation und Grundlagen / Theorie imkerliches Wissen (Februar / März)
  • Modul 2 (Einheiten 3-4): Frühjahrsentwicklung, Bienenweide-Pfanzen/Trachtkalender/Blühflächen, Wildbienen-Themen, Waben/Wachs-Erneuerung, Winterverluste (März / April)
  • Modul 3 (Einheiten 5-7): Völkerentwicklung, Ablegerbildung, Honiglehrgang, Schwärme (April/Mai)
  • Modul 4 (Einheiten 8-9): Königinnen-Zucht, Bienen –Gesundheit, Bienen/Imker-Latein (Juni)
  • Modul 5 (Einheiten 10-12): Varroa-Behandlung, Einfütterung, Räuberei-Verhinderung, Wintervorbereitung, Honigvermarktung, Bienenjahr-Rückblick (Lessons Learned), Zukunftsplanung (Juli-August)
Modul 1: Grundlagen / Theorie imkerliches Wissen

Ziel des ersten Moduls ist es, sich bewusst zu machen, warum Bienen einen selbst so begeistern und warum wir uns so intensiv mit ihnen beschäftigen möchten. Außerdem ist es Ziel, hier das theoretische Fundament zu Bienen und zur Imkerei zu legen und ein Verständnis der wesentlichen Grundlagen zu entwickeln.

    Modul 2: Frühjahrsentwicklung, Bienenweide-Themen, Wachs, Winterverluste

    Ziel des zweiten Moduls ist es, relativ umfassend das Wissen zu Blühflächen, Trachtkalendern und nachhaltigen Bienen-und Insektenschutzkonzepten in Stadt und Land zu entwickeln. Außerdem ist es Ziel, die Entwicklung am Bienenvolk im Frühjahr kennenzulernen und zu verstehen, sowie die entsprechenden Aufgaben/Tätigkeiten an den Völkern so zu verstehen, dass Ihr entscheiden könnt, was Ihr unter den verschiedenen Varianten für Euch geeignet findet, deshalb auswählt und nachmacht.

    • Einheit 2-1 (22.3.-4.4.): Blühflächen-Einführung, Wildbienen-Einführung, Frühjahrsdurchsicht+Frühjahrsentwicklung, Wachserneuerung, Varroa-Grundwissen, Futterkranz-Proben
    • Einheit 2-2 (5.4.-18.4.): nachhaltige Blühflächen-Strategien und Konzepte in Stadt und Land, Trachtkalender, Insektenweidepflanzen, Imkerinnen und Landwirte, Bienen- und Insektenschutz in Städten und Gemeinden, Nistmöglichkeiten und Unterstüzung von Wildbienen

    Modul 3: Völkerentwicklung, Ablegerbildung, Honiglehrgang, Schwärme

    Ziel des dritten Moduls ist das Kennenlernen und Verstehen der starken Volkentwicklung bis zur und während der Schwarmzeit, sowie der Maßnahmen und Möglichkeinen mit dem Schwarmtrieb umzugehen, zur Ablegerbildung und Völkervermehrung, zur Schwarmverhinderung und/oder zum Schwarmfang. Außerdem ist es Ziel, alles notwendige Wissen zur Honiggewinnung und Honigvermarktung inkl. der gesetzlichen Vorgaben, zu erlernen, sowie die typischen Vorgehensweisen zur Honiggewinnung und Honigverarbeitung kennenzulernen, um die eigene Vorgehensweise auszuwählen und nachzumachen.

    Modul 4: Königinnen-Zucht, Bienen –Gesundheit, Bienen/Imker-Latein

    Ziel des vierten Moduls ist es, unterschiedliche Varianten der Königinnen-Nachschaffung und Königinnenzucht kennenzulernen und zu verstehen, um danach seine eigene Nachschaffung von Königinnen (Volksvermehrung) fundiert auszuwählen und entsprechend selbst an den eigenen Völkern umzusetzen/nachzumachen. Sich mit Bienengesundheit und Bienenkrankheiten grundlegend auszukennen und entsprechende Situationen erkennen und richtig handeln zu können sind das zweite wichtige Ziel dieses Moduls, dazwischen etwas aufgelockert vom eher humoristischen Thema zum „Imker-Latein“.

    Modul 5: Varroa-Behandlung, Einfütterung, Räuberei-Verhinderung, Wintervorbereitung, Honigvermarktung, Rückblick+Zukunftsplanung

    Ziel des fünften Moduls ist es, ist es, die „Saison-Ende“ Themen zum Bienenvolk und die daraus resultierenden Handlungen und Maßnahmen der Imkerin kennenzulernen. Das erworbene Wissen ermöglicht es, die für die eigene Bienenhaltung geeigneten Maßnahmen und Tätigkeiten fundiert auszuwählen und entsprechend an den eigenen Völkern ducrhzuführen und nachzumachen, sowie den Erfolg zu überprüfen.

    In eigener Sache:

    Die Module 4-5 werden erstmalig in 2021 ergänzt und freigegeben.
    Im „Kursbuch“ (https://bienen.open-academy.com), taucht (noch) öfter die Meldung auf: Dieser Inhalt ist passwortgeschützt …“ (hier gibt es die Erklärung dazu)Kurzfassung: Dieser Inhalt ist noch nicht fertig, sondern „in Arbeit“.

    Auch in den anderen Bildungsmaterialien gibt es noch manchmal Lücken, die 2021 und in den kommenden Jahren kleiner werden sollen.

    biMOOC 2021 beginnt am 22. Februar 2021

    Der  Bienen und Imkerei MOOC 2021 startet ab 22.2.

    Liebe Bienen- und Imkerfreunde,

    der biMOOC 2021 beginnt am 22. Februar 2021. Hier findet ihr die inhaltliche Planung und den konkreten Zeitplan für 2021. Ich freue mich, wenn viele von euch (wieder) mit dabei sind und vielleicht noch andere Imkerinnen und Interessierte „mitbringen“. Ihr dürft die Möglichkeit auch gerne in Euren Vereinen bekannt machen 😉

    Die online „Live-Session“ Termine werden jeweils ca. 1-2 Wochen vor dem jeweiligen Termin eingestellt und über den „Newsletter“ werdet ihr aktiv dazu informiert. Wenn ihr noch Vorschläge habt, oder tolle „Experten“ kennt, deren Themen, Wissen und Können für unsere ganze Community interessant sein könnten, stellt bitte den Kontakt zu mir her oder schlagt das Thema mit dem Experten vor. So können die Live-Sessions für uns alle interessant und nützlich werden, wenn dieses „Gurus“ mitmachen. Wenn Ihr sie kennt, gelingt es Euch vielleicht eher, sie zu interessieren, eine der Sessions zu halten. Es ist kein „Hexenwerk“ und ich begleite die Vorbereitung, beantworte die Fragen und führe auch einen (oder auch mehrere) Technik-Checks im Vorfeld mit allen „Referenten“ durch.

    Apropos „mitmachen“. Diskutiert Eure Fragen und Themen in den jeweiligen Themenforen oder gebt wichtige Tipps und Hinweise weiter. Das macht das Online-Lernen intensiver und besser und hilft auch, die Inhalte des biMOOC kontinuierlich zu verbessern und dabei Eure Themen zu treffen und tolle Informationsquellen einzubeziehen, die ohne Euch „unentdeckt“ geblieben wären.

    Noch etwas: Der biMOOC-Gedanke geht weiterhin davon aus, dass es mittelfristig wenigsten 2-3 „Moderatorinnen“ gibt und nicht nur mich. Deshalb suche ich immer noch 1-2 engagierte Mitmacher/innen. Es gibt viel Arbeit, während der Bienensaison auch zeitlich Stress und (fast) kein Geld. Falls Du für eine solch tolle Nebenbeschäftigung „brennen“ könntest, kontaktiere mich einfach.

    Hiermit möchte ich auch den Teilnehmern aus dem letzten Jahr danken, die „einen Kaffee spendiert“ haben und den „Becker Umweltdiensten“ (finanzieller Unterstützer). Diese sind bisher für das „fast“ verantwortlich und vor allem auch für die Abdeckung der entstehenden Kosten.

    Fall sich jemand von euch auch für Wildbienen interessiert, gibt es hier einen speziellen „Lernpfad“, der für die „Mauerbienen-Aktion“ von „lebenswertes Chemnitz“ entstanden ist und viele Inhalte des biMOOC zu Blühflächen und Wildbienen einbindet.

    https://bienen.open-academy.com/lernpfad-mauerbienen-aktion/

    Bis zum 22.2.2021

    Mit freundlichem Flügelschlag
    Dirk Liesch

    In eigener Sache:

    Die Module 4-5 werden erstmalig in 2021 ergänzt und freigegeben.
    Im „Kursbuch“ (https://bienen.open-academy.com), taucht (noch) öfter die Meldung auf: Dieser Inhalt ist passwortgeschützt …“ (hier gibt es die Erklärung dazu)Kurzfassung: Dieser Inhalt ist noch nicht fertig, sondern „in Arbeit“.

    Auch in den anderen Bildungsmaterialien gibt es noch manchmal Lücken, die 2021 und in den kommenden Jahren kleiner werden sollen.

    Lernpfad: Mauerbienen-Aktion

    Wissen zu Mauerbienen, Wildbienen und Blühflächen

    Dieser Lernpfad startet mit dem Link (QR-Code) an einem Mauerbienen Nistblock (siehe Bild).

    1. Mauerbienen-Nistblock: Erste Schritte“ für den Start, wenn Ihr den Nistblock und die Mauerbienen-Kokons gerade erhalten habt.
    2. Wissen zu dieser Mauerbienen- und Wildbienen Nisthilfe (Nistblock mit Nistbrettchen)
      • “Nisthilfen für Mauerbienen”, enthält umfassendes Wissen, zu diesem Mauerbienen Nistkasten und zu verschiedenen guten Quellen dazu, inkl. wie Ihr diesen Nistblock richtig nutzen könnt (inkl. Erweiterung, richtige Aufstellung, Mauerbienen Populationsentwicklung, Eigenbau etc.)
      • “Das Wildbienenhaus” ist ein Youtube-Video (Dauer 3:20 min), was zeigt, wie Ihr selbst auch Euren Nistblock “tunen” könnt, z.B. “Zusammenbinden” ohne Spanngurt, Regenschutz, integrierte Schlupfkammer, Vogelschutz (Spechte, Meisen etc.). Ideen und HowTo könnt Ihr dem Video entnehmen.
      • Bienenhotel-Shop“: Für Erweiterungen (z.B. Nistbrettchen mit kleineren Fräsungsdurchmessern) passen diese mit den Nistblöcken unserer Mauerbienen-Aktion zusammen.
    3. Die “Rote/Rostrote Mauerbiene” & “Gehörnten Mauerbiene”
      • rote bzw. rostrote Mauerbiene (Wikipedia) (Insekt des Jahres 2019)
      • gehörnte Mauerbiene (Wikipedia)
      • “Mauerbienenzucht” ist eine sehr informative Zusammenfassung, wenn Ihr Eure Nisthilfe intensiver nutzen möchtet. Übrigens kamen vom Verfasser dieses Beitrags (Johann-Christoph Kornmilch) die Mauerbienen-Kokons des Pilotprojektes von “lebenswertes Chemnitz”.
      • Handbuch der Mauerbienenzucht“ (Direktlink zum PDF-Download) ist DIE umfassende Wissensquelle zum Thema (inkl.  Lebenszyklen, Lebensbedingungen, Parasiten uva.)
      • “Das Einwintern von Wildbienen” ist ein Youtube-Video (Dauer 8:20 min), was sehr schön das Entnehmen der Mauerbienenkokons für die Überwinterung aus einem Nistblock wie diesem zeigt und erklärt, was Ihr dabei seht und beachten müsst und es zeigt zum Nachmachen geeignet,  wie es geht.
    4. Projektvideos zu diesem Projekt (Projekt, Erfahrungen, Beispiele)
      • kommen in den nächsten Tagen/Wochen Monaten (leider noch nicht fertig)
    5. Weiteres Wissen zu Nisthilfen für Wildbienen und Insekten (Insektenhotels & mehr)
      • “Nisthilfen und Überwintern” ist eine gute Zusammenstellung zum Thema Insektenhotels und Nisthilfen für Wildbienen (inkl. Hummeln) und Wildinsekten aus verschiedenen Lebensräumen, welche weit über dieses Mauerbienen-Thema hinaus geht. Wenn Ihr mehr zum Thema lernen und verstehen möchtet, ist das ein guter Ausgangspunkt.
    6. Wissen zu Blühflächen und wie diese nachhaltig werden
      • “Blühflächen” ist ein sehr guter Einstieg und umfassender Überblick in das Blühflächen-Thema, weil auch thematisiert wird, warum zahlreiche Blühflächen-Projekte in Stadt und Land mit viel Aufwand und Kosten, wenig Nachhaltigkeit und Nutzen erreichen und wie es besser geht.
      • “Blühflächen – Möglichkeiten in Stadt und Land” geht auf die Potentiale für Blühflächen in Stadt und Land ein.  Gute Informationsquellen und Beispielprojekte werden hier gesammelt.
      • “Ausbreitungskorridore” oder auch “Verbundkorridore”beschäftigt sich mit dem Thema, das es nichts nutzt Insekten auf einer “Insel” für 2-3 Jahre zu vermehren und dann “umzuackern”. Hier geht es um Planung von nachhaltigen Blühflächen- Netzwerken.
      • Bienenweidepflanzen” und “Trachtfließband” sind zwei sich ergänzende/überschneidende Themen, wobei es im ersten hauptsächlich um die Planzen geht, die für Bienen und Insekten besonders wertvoll sind, während es beim Trachfließband um die kontinuierliche Abfolge der Blühzeiten geht.
      • Pollen & Nektar“: Beim Nahrungsangebot an Bienen und Insekten spielen Pollen und Nektar die entscheidende Rolle. In dem Thema geht es um das Wissen, was Pollen und Nektar sind und was, wozu und wann von Insekten, Wildbienen und Honigbienen benötigt wird.
    7. Mauerbienen – Aktion von “lebenswertes Chemnitz” (Pilotprojekt zu dem dieses Wissen entstanden ist)
      • Mauerbienen-Aktion: Link zur Projektbeschreibung von “lebenswertes Chemnitz”. Es ist ein Mitmachprojekt für die Menschen einer Region/Gemeinde. Ein Ziel ist auch, dass diese Aktion viele andere Gemeinden nachmachen. Macht es in Eurer Gemeinde nach.
    8. Warum Wildbienen andere Unterstützung brauchen wie Honigbienen.
      • Honigbienen sind Nutztiere und ihr Erhalt und die Anzahl der Völker hängt von der Motivation der Menschen ab, Honigbienenvölker zu halten. Die Gesundheit der Honigbienen wird dabei entscheident bestimmt vom Wissen, der Ausbildung und der Weiterbildung der Imker. Gibt es zu wenig Anreize/Gründe Honigbienen zu halten, gibt es zu wenig Völker, ansonsten gibt es genug. Haben Imker zu wenig Wissen, geht es nicht nur ihren Honigbienen schlecht, sondern sie schaden viel mehr als bei anderen Nutztieren, auch den Imkerinnen, die gutes Wissen haben. Dadurch tragen sie (nachhaltig und langfristig) zum Rückgang der Gesamtvölkerzahl bei.
      • Wildbienen haben und brauchen diese “menschliche Betreuung” nicht. Sie müssen in und mit der Natur überleben, die sie am entsprechenden Ort vorfinden. Ihr Überleben hängt also viel stärker von einer intakten Umwelt ab, die für ihr Überleben geeignet ist.  Demzufolge kann aber jede(r) auch ohne umfangreiche Ausbildung ein Insektenhotel (wie diesen Nistblock) aufstellen. Bei einem Honigbienenvolk  ist dies dagenen kotraproduktiv (schadet).

    Der Lernpfad wurde ursprünglich vom aracube e.V. entwickelt. (Hier der Link zur Quelle.)

    Honig-Party

    Honig-Party

    Die Honig-Party ist eine Feier mit ca. 4-8 Gästen bei der sich alles thematisch um Honig, Bienen und Bienenprodukte dreht. Was das alles sein kann, können die folgenden Fragen zeigen:

    • Welche Getränke lassen sich mit Honig herstellen bzw. mixen  und deshalb auf der Party anbieten?
    • Welche Essen (Salate, Hauptspeisen, Deserts) lassen sich mit Honig zubereiten?
    • Welche Verwendungen gibt es für Honig, Wachs, Propolis, Pollen, Bienengift (z.B. Kosmetik, Entspannung, Dekoration, Naturmedizin)?
    • Welche Filme, Videos, Musik, Töne, Texte und Geschichten gibt es mit Bezug zu Bienen und Bienenprodukten?
    • Welche interessanten Informationen gibt es zu Bienen und deren Verhalten, die sich in eine Feier einbauen lassen?

    Die erste Idee für diese „Motto-Party“ entstand Ende 2019 für den privaten Bereich. Die ersten Versuche kamen ganz gut an und hatten positive Auswirkung auf den  Honigverkauf. Aus diesem Grund könnte das Konzept auch für andere Imkerinnen interessant sein, um zukünftige „Honig – Kunden“ auf eine etwas andere Art zu gewinnen .. oder auch nur im privaten Freundeskreis eine Feier rund um das eigene Hobby zu gestalten.

    Das ist der Grund hier eine konkrete Anregung für „Honig-Partys“ zu erstellen und für die unterschiedlichen Abschnitte eine Ideen-Sammlung zu schaffen, so dass es Varianten (z.B. verschiedene Rezept-Ideen) gibt.

    Die Hauptkomplexe sind (noch in Bearbeitung):

    • Getränke: Alkoholisch und Nichtalkoholisch
    • Essen / Rezepte: Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts
    • Hautpflege-, Entspannungs-, Pflege-, Gesundheits-Rezepte/Anwendungen🙁 Peelings, Cremes, Maske, Apitheraphie-Anwendungen)
    • Bienen-Themen/Medien: Filme, Videos, Texte und Geschichten
    • passende Musik, Töne
    • Spiel- , Spaß- und Tanz – Ideen

    Für diese „Hauptkomplexe“ soll nach und nach eine Sammlung von Ideen und Links entstehen. Hier folgt ein konkretes Beispiel für einen ersten Eindruck:

    Honig Party (für Erwachsene) – Beispiel:

    Ankommen / Begrüßung:
    Cocktails mit Honig als Zutat (z.B:  „Honig-Rum/Gin/Whiskey“, Limette, Minze, Sekt/Mineralwasser“)

    Vorspeise:
    Baguettscheiben mit Honig, Dattel/Feige, Schafskäse (überbacken)

    Hauptgericht:
    Honighünchen mit Backpflaumen und Erdnüssen

    Dessert:
    Honigverkostung: Honigsorten die da sind, mit Erklärungen
    (im Sommer evtl. „Wabenhonig“ – Wildbau aus den Völkern)

    Honig-Likör Verkostung:
    „Honig-Rum“, „Honig-Whiskey“, „Honig-GIN“

    Bienen-Themen/Medien:
    Geschichten & „Imker-Latein“ über „Leben der Bienen“, z.B. Volkverhalten, Königin  und Kommunikation (Rund- und Schwänzeltanz)
    Videos, z.B.:  „Bienen und Blumen – Ladykracher

    Pflege:
    Informationen zu „Honig und Bienenwachs“ in der Pflege/Kosmetik (Cleopatra) + Inhaltsstoffe & Wirkungen.
    – Honig-/Salz – Peeling, Honigmaske,  Lippenbalsam

    Musik:
    möglichst passend für Gäste (z.B. jeder Gast bringt 2-3 Lieblingssongs mit), aber auch „ABBA – Honey Honey 1974“ o.ä. kann zwischendurch ganz witzig sein.

    Spiel- , Spaß- und Tanz – Ideen:
    – „Bienen-Wichteln“ (verdeckte Karten, mit Fragen und Aufgaben, wie beim Wichteln verschieben, bei gewürfelter „6“ umdrehen und beantworten/ausführen, Karte raus, neue rein =>weiter)

    Das ist nur ein „grobes Beispiel“ als Anregung für eigene Ideen und Varianten.


    Kommentare/Hinweise: (Link noch anpassen)
    Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier im biMOOC-Forum (oncampus) direkt zu diesem Inhalt, oder als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren.

    Mauerbienen-Aktion (lebenswertes Chemnitz)

    Die Chemnitzer Mauerbienen-Aktion (Initiative von lebenswertes Chemnitz) ist ein Praxisbeispiel zum Wildbienenschutz. Unter dem Link sind die Details zur Aktion zu finden. Diese Mauerbienen-Aktion basiert auf dem Thema „„Nisthilfen für Mauerbienen“  und den Informationen zur Mauerbienenzucht von Johann-Christoph Kornmilch.

    Es ist eine  Aktion, die aktiv den Schutz von Wildbienen unterstützt. Die Mauerbienen-Aktion lässt sich einfach in anderen Regionen, Städten und Gemeinden nachmachen. Initiator könnte z.B. der lokale Imkerverein sein.

    Das Projekt in Zusammenfassung:
    Es sollen sich möglichst viele Menschen der Gemeinde einen Nistblock für Mauerbienen in den Garten oder auf den Balkon stellen. Die initialen Nistblöcke dafür werden in einer lokalen Werkstatt für Behinderte gefertigt und mit einem Starterset an Bienenkokons (Rostrote und Gehörnten Mauerbiene) an die „Mitmacher“ des ersten Jahres übergeben (zu einem mit den Angeboten im Internet vergleichbaren Preis). Die gute Beobachtbarkeit des Lebenszyklus der Mauerbienen in den Nistblöcken soll das generelle Interesse an Wildbienen anregen und dazu führen, dass viele Mitmacher ab dem Folgejahr auch andere Nistunterstützungen für Wildbienen (z.B. für Erdnister) anbieten.

    Gründe für das Nachmachen der Mauerbienen-Aktion in anderen Gemeinden:

    • Wildbienen sind weitaus gefährdeter als Honigbienen. Mauerbienen sind als Solitärbienen ein gutes und geeignetes Beispiel dafür.
    • Ein Mauerbienen-Nistblock ist eine viel bessere Alternative für all die Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen ein „Honig-Bienenvolk“ im Garten (oder sogar auf dem Balkon) zu halten, um „Bienen zu retten“. Die Mauerbienen in den Blöcken lassen sich gut beobachten, wirken „im Block“ ebenfalls fast wie „ein Volk“ und benötigen kein umfassendes Wissen und Pflege, wie dies für ein Honigbienen-Volk im Interesse der Bienengesundheit notwendig ist.
    • Die Mauerbienen sind eine effektive Alternative zur Bestäubung durch Honigbienen im Kleingarten. Ein Gartenbesitzer kann mit 1-2 dieser Nistblöcke unabhängiger von der Bestäubung durch Honigbienen werden. Bei ungünstigem Wetter oder anderen „Massentrachten“ in der Umgebung haben die Mauerbienen (ähnlich wie Hummeln) sogar Vorteile für den Kleingarten und im Obst- und Beerenanbau.
    • Zwar sind Mauerbienen nur ein kleiner Ausschnitt aus den Wildbienen, aber diese Aktion hilft, die Beteiligten insgesamt für das Thema Wildbienen zu sensibilisieren. Etliche Mitmacher werden wahrscheinlich in den Folgejahren auch andere Wildbienenarten (z.B. „Erdnister“) gezielt unterstützen.
    • Diese Alternative zum „Honigbienenvolk auf dem Balkon“ kann helfen, dass sich Menschen bewusster im Themenumfeld „Imkerei und Bienenschutz“ entscheiden und deshalb, wenn es um „Bienenrettung“ geht, eher Wildbienen unterstützen oder sich bewusst für eine Imkerei mit umfassendem Wissen und höherem Zeitaufwand entscheiden. Damit ist sowohl der „Bienenrettung“ als auch der „Imkerei“ (Honigbienen-Haltung) geholfen.
    • Im Rahmen dieser initialen „Mauerbienen-Aktion“ für eine Gemeinde werden die Nistblöcke in einer lokalen Werstatt für Menschen mit Behinderung hergestellt, lokal und sozial. Das Fördert nicht nur die initiale Akzeptanz, sondern auch die Bereitschaft der lokalen Medien, über das Projekt zu berichten. Somit ist es einfacher, im ersten Jahr eine erste kritische Teilnehmerzahl  (im Chemnitz Beispiel – 100 Teilnehmer) zu erreichen.

    Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit:

    Die Produktion einer solchen „Kleinserie“ in einer lokalen Behindertenwerkstatt ist kostenintensiver, als diese Anzahl an Blöcken über die verfügbaren Internet-Angebote zu bestellen. Allerdings ist die Art der Produktion für die ersten Mitmacher und für den Ersterfolg dieser Aktion (inkl. der Medienunterstützung) wichtig und sinnvoll.

    Ggf. können lokale Sponsoren/Unterstützer es ermöglichen, dass die initialen Mitmacher die Nistblöcke (mit den Kokons des Starter -Sets) für einen ähnlichen Preis erhalten, wie sie über das Internet verfügbar sind. In späteren Jahren können die „Nachmacher“ ggf. die Nistblöcke über die entsprechenden Quellen im Internet bestellen, z.B. über „bienenhotel.de“ (Johann-Christoph Kornmilch), auch als Dank für sein freies Handbuch zur Mauerbienenzucht,welches schließlich der Ausgangspunkt für diese Projekt war. Somit „schließt sich der Kreis“.

     


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    Biosicherheit bei Bienenvölkern

    M4E2: Biosicherheit bei Bienenvölkern

    Die Aufzeichnung dieser biMOOC-Live Session beschäftigt sich mit dem Schutz vor Einschleppung von Krankheiten in den Bienenstand.

    Das Video enthält einen Überblick zur Amerikanischen Faulbrut und anderen Bienenkrankheiten und Parasiten, welche Bienenvölker schädigen und wie wir für die Gesundheit unserer Bienen sorgen können, indem wir möglichst verhindern und das Risiko reduzieren, dass die Krankheiten und Parasiten unsere Völker befallen.

    Referent ist Dr. Michael Hardt, Fachtierarzt für Bienen, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V. und Mitglied im Präsidiums des Deutschen Imkerbundes (Themenschwerpunkte: Bienengesundheit, Jugendarbeit). Dauer 31:42 min:

    Index zum Video:

    • 0:00 min : Begrüßung
    • 0:32 min : Einführung und Vorstellung
    • 1:09 min : Abwehrmechanismen des Bienenvolkes
    • 5:00 min : Biosicherheit inkl. Tiergesundheitsgesetz (TierGesG)
    • 8:16 min : Biosicherheit – Risikomanagement
    • 9:21 min : Vorbeugung – Monitoring
    • 11:40 min: Video – Futterkranzprobe
    • 13:05 min: Amtliches Monitoring – Amerikanische Faulbrut (AFB)
    • 15:02 min: Futterhygiene
    • 16:39 min: Wabenhygiene
    • 18:18 min: Vorbeugende Reinigung und Desinfektion
    • 20:41 min: Beginn Fragen & Antworten
    • 20:55 min: Wie behandelt man die chronische Paralyse?
    • 22:44 min: Stimmt es, dass mit drei Tagen Kellerhaft bei Schwärmen das Risiko der Übertragung der AFB beseitigt ist?
    • 24:55 min: Wie erfolgt die Reinigung und Desinfizierung vom Styrophor-Zargen (Segeberger) sinnvoll?
    • 26:35 min: Ist es gesünder die Bienen mit Eigenhonig überwintern zu lassen, statt mit Sirup oder Zuckerwasser einzufüttern?
    • 30:11 min: Reduziert zeitiges Einfüttern auch das Risiko, sich die Varroa später im Sommer wieder „einzufangen“?
    • 31:19 min: Arbeitsschutz beim Umgang mit Natronlauge unbedingt beachten!

    Grundlagen der Apitherapie

    M3E3: Einführung/Grundlagen der Apitherapie

    Diese biMOOC-Live Session ist ein sehr informativer Blick über den „Honig-Tellerand“ hinaus auf das gesamte Spektrum der „Bienenprodukte“ und deren Einsatz im Themenbereich „Apitherapie“. Jürgen Schmiedgen,Obmann für Apitherapie im Landesverband Sächsischer Imker (LVSI), Apitherapieberater(Deutscher Apitherapie Bund e.V.) gibt hier einen sehr guten Überblick.

    Neben den Verwendungsmöglichkeiten enthält das Video auch gute Tipps, wie die jeweiligen Produkte gewonnen bzw. geerntet werden können und es gibt wichtige Tipps und Hinweise zur Verarbeitung, insbesondere zu Pollen, Bienenbrot und Propolis. (Dauer:  65 min):

    Index zum Video:

    • 0:00 min : Begrüßung
    • 0:36 min : Einführung und Vorstellung
    • 1:53 min : Was ist Apitheraphie?
    • 2:05 min : Produkte aus dem Bienenvolk
    • 5:09 min : Inhaltsstoffe von Honig
    • 6:28 min : Einsatz von Honig in der Apitherapie
    • 10:50 min: Blütenpollen und Bienenbrot gewinnen
    • 13:51 min: Einsatz von Blütenpollen in der Apitherapie
    • 16:32 min: Bienenbrot ernten
    • 19:02 min: Propolis / Kittharz – Information, Gewinnung und Verarbeitung
    • 25:12 min: Einsatz von Propolis in der Apitherapie
    • 28:00 min: Anwendungstipps für Propolis
    • 33:39 min: Gelee Royal – Weiselfuttersaft – gewinnen
    • 35:51 min: Gelee Royal in der Apitherapie
    • 39:36 min: Einsatz von Apinarnil
    • 42:04 min: Bienengift
    • 45:39 min: Rezepte in der Apitherapie
    • 48:49 min: Corona Update, wie kann uns die Apitherapie helfen
    • 52:55 min: Beginn Fragen & Antworten
    • 53:00 min: Welche Quellen zum Nachlesen gibt es für die Aussagen des Vortrages?
    • 56:33 min: Gibt es Nachweise und Studien für die antiviralen Wirkungen der im Vortrag beschrieben Nutzungen?
    • 59:49 min: Ist Schimmel ein Problem für das Einschmelzen des Wachses?
    • 1:02:41 : Wie funktioniert die Bienenstockluft-Theraphie?

    Honig – Gewinnung und Bearbeitung

    Honig aus Sicht des Imkers

    Honig (Link zu Wikipedia) ist das wichtigste und bekannteste Bienenprodukt. Er ist eng mit der Honigbiene verbunden und der Grund der jahrtausende alten Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene.

    Für Imker gibt es zum einen Wissenswertes zum Honig selbst, aber auch zur Ernte, zur Verarbeitung, zur Lagerung und Vermarktung und zu den gesetzlichen Vorschriften dazu. Deshalb haben wir das Thema in folgende Abschnitte unterteilt:

     


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