Archiv der Kategorie: Natur

Themen zu Natur, Stadt und Land mit Bezug zu Bienen

Bienenweidepflanzen

Trachtpflanzen und Bienenweidepflanzen

Es gibt Überschneidungen mit dem  „Trachtfließband“-Beitrag in dem um den zeitlich aufeinanderfolgenden Ablauf der Blühperioden der einzelnen Blühpflanzen geht..

Einen emotionalen Einstieg in das Thema „Bienenweidepflanzen“ soll Euch das Video „Die besten Bienenpflanzen für den Garten“ geben (Markus Burkhard, Dauer 3:43min):

Der „Bienenweide-Katalog“ (MLR Daden-Württemberg) ist ein sehr umfassender Katalog zu den Bienenweidepflanzen, der sowohl als PDF-Dokument heruntergeladen werden kann. als auch als „Website“ nutzbar ist. Die verschiedenen Suchmöglichkeiten, z.B. nach Blühzeiten, und die große enthaltene Pflanzenvielfalt sind sehr hilfreich bei der Zusammenstellung von Bienenweidepflanzen.

Bienenfreundliche Pflanzen – Das Pflanzenlexikon für Balkon und Garten“ (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL) ist als PDF- Downloadbar und enthält eine recht umfassende, optisch ansprechende Übersicht an Bienenfreundlichen Pflanzen (Bienenweidepflanzen).

Das „wildBee-Merkblatt Wildbienenförderung“ (PDF-Dokument) ist ein einfaches Informationsblatt, das an konkreten Beispielen den Fokus auch darauf lenkt, dass die Blühpflanzen natürlich auch passend zum Boden und den Lichtverhältnissen am Standort ausgewählt werden müssen.

Ein informativer Beitrag zu Bienenweidepflanzen (insbesondere für die Massentrachten für die Imkerei), sowie mit Informationen zum Nektar selbst enthält der „Bienenweidepflanzen“-Beitrag von „imkerpate.de“.

Die folgenden beiden „Tools“ aus dem Bienenweide-Projekt (die-honigmacher.de) helfen bei der Bestimmung von Blühpflanzen:

  • Herbarium„, hilft beim Bestimmen und Kennenlernen der unterschiedlichen Blühpflanzen (hat noch Lücken).
  • Pollenbestimmung„, ermöglicht es, aus der Farbe des Pollens und der Jahreszeit (Monat) die entsprechende Pflanze zu bestimmen, von der der Pollen stammen könnte.

Wer bei „Sonnenbraut“ oder „Rittersporn“ noch kein Bild vor Augen hat und nebenbei einige der Bienenweidepflanzen optisch kennenlernen möchte, für den ist dieses Video von „Stauden Junge“ evtl. interessant (Dauer: 3:25 min):

 


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Trachtfließband

Trachtkalender & Trachtfließband – die kontinuierliche Futterversorgung

Sonnenblume randbluehstreifen biene lebenswertes chemnitz
Ackerrandstreifen mit Blühmischung, welche  ein „Trachtfließband“ abbildet

Es gibt Überschneidungen mit dem „Bienenweidepflanzen“-Beitrag, in dem es um die einzelnen Pflenzen geht.

„trachtfließband.de“ ist eine ausgezeichnete Quelle um Trachtpflanzen im Trachtfließband zu bestimmen,  auch um sich  geeignete Bepflanzungen und Pflanzen führ Blühflächen zu wählen. Dort ist auch unter „Was ist das Trachtfliessband?“ der Begriff gut erläutert.

Der Blick auf den Trachtkalender und das Trachtfließband ist aus Sicht eines Imkers für die Honigbiene etwas unterschiedlich zu den Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten, da zur Honiggewinnung vor allem die „Massentrachten“ eine wichtige Rolle spielen und „Dursttrecken“ über die Vorräte oder „Zufüttern“ einfacher zu überstehen sind, als für Wildbienen.

Beiden gemeinsam ist jedoch, dass ein kontinuierliches Pollen- und Nektarangebot vom zeitigen Frühling (bzw. Vorfrühling) bis in den Herbst wünschenswert ist.

Das Projekt Bienenweide (die-honigmacher.de) enthält (aus dem Blickwinkel der Imkerei) einige ausführliche, fundierte Informationen und Tools zu den Themen:

  • Trachtwert“ mit Erklärungen zur Massentracht, Läppertracht, und Trachtfließband.
  • Blütenökologie„, ausführliche Informationen zu Blüten und Bestäubung dieser
  • Verbesserung der Bienenweide„, ein paar Vorschläge zur Verbesserung der Bienenweide.
  • Jahreslauf„, Vorstellung und Erklärung der „Phänologische Jahreszeiten„, diese Jahreszeiten werden in Bezug auf die Entwicklung und Bedarfe des Honig-Bienenvolks beleuchtet.
  • Blühkalender„, oder auch „Trachtkalender“ gibt eine Übersicht, wann welche Pflanzen blühen.

die sich jedoch auch zu einem großen Teil auf Wildbienen übertragen lassen.

Die schwierigen Trachtzeiten für Honigbienen und Wildbienen, sind:

  • das zeitige Frühjahr (bevor die Salweide  blüht, Weidenkätzchen)
  • Sommer und Herbst (ab ca. Mitte Juli, nachdem die Linde verblüht ist)

Das Video „Bienen retten mit Weide, Kornelkirsche und Frühblühern“ beschäftigt sich mit der Frühjahrszeit (MDR, Dauer 3:10 min):


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Blühflächen

Blühflächen für den Insektenschutz – Eine Einführung

Bienenweiden“ ist ein gutes Einstiegsvieo in die Blühflächen-Thematik (wildbee.ch, Dauer: 5:29 min)

Das Projekt „Bienenweide“ (die-honigmacher.de) beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema aus Sicht der Honigbiene. Viele dieser ausführlichen Text- und Bildinformationen sind auch für Wildbienen übertragbar.

Viele denken bei Blühflächen für den Insektenschutz an die typischen „Randblühstreifen“ an Feldern, die blühenden Kreisverkehre oder die Mohn- und Kornblumen im Getreidefeld. Das ist natürlich schön anzusehen und bis zu einem gewissen Grad auch sinnvoll. Aber bis zu welchem Grad ist das sinnvoll und: „Ist das Alles?“
Ist es wirklich sinnvoll, über Crowdfunding 10-20 Hektar einjährige Blühfläche „am Stück“ zu finanzieren, oder ist das weitgehend (90%) herausgeworfenes Geld?

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Insekten und Wildbienen im Kleingarten in der Stadt

Wenn es um nachhaltige Blühflächen mit möglichst hohem Nutzen für die Insekten geht, spielen noch viele andere Fragen eine Rolle:

  • Wann gibt es ein Überangebot an Futter (Pollen + Nektar) und wann gibt es einen Mangel?  Eine Überbrückung der Mangelzeiten hilft logischerweise mehr, als noch mehr Angebot in „Überflusszeiten“.
  • Welche Futterquellen gibt es? Das sind mit Sicherheit nicht nur einjährige Blühpflanzen, sondern auch viele mehrjährige „Stauden“, „Zwiebel- und Knollen-Pflanzen“, „Strauch-, Busch- und Hecken-Pflanzen“, sowie Bäume.  Wie eränzen diese sich optimal? Gibt es auch wichtige Futterquellen, die gar nicht „blühen“?
  • Können sich die Insekten in der Nähe des Futter-Angebots entsprechend vermehren (nisten) und überwintern? Sicher ist es suboptimal die Population den Sommer über „hochzupäppeln“ und dann im Herbst „totzumähen“, „todzumulchen“ oder „umzupflügen“. Mit welchen Nist- und Überwinterungsangeboten (z.B. Nisthilfen) kann sinnvoll unterstützt werden?
  • Bauen wir Inseln, die die Insekten entweder nicht erreichen oder nicht wieder verlassen können?  Haben wir geeignete „Ausbreitungskorridore“, damit die Insekten das „Inselparadies“ erreichen und auch wieder verlassen können, z.B. bevor es untergepflügt oder gemäht werden muss ?
  • Haben alle schon „vor ihrer Haustür gekehrt“, ehe sie nur über die Landwirte schimpfen  und gute Vorschläge „aus der Ferne“ machen? Wie sieht es in der eigenen Stadt, Gemeinde, dem Garten, dem Vorgarten, dem Balkon, den Bundes- und Landesflächen entlang öffentlicher Wege und Straßen in Stadt und Land aus?
  • Was können alle gemeinsam tun, statt immer nur mit dem Finger auf „Die Anderen“ zu zeigen? Warum sollten Landwirte „hurra“ rufen und ihre Existenz gefährden, wenn in den Städten die „Grünflächenämter“ mit zahlreichen Gründen „rumzicken“, während es bei den Bäuerinnen um Flächen geht, die die wachsende Menschheit ernähren (oder mit Energie versorgen)?

Diese Fragen sind evtl. noch recht einfach zu beantworten, aber die nachhaltige Lösung erfordert neben einem umfangreicheren Wissen und dem prinzipiellen Willen auch viele Mitmacher, in Stadt und Land, die das umsetzen, also mit anpacken und es Realität werden lassen.

Deshalb spielen folgende Themenkomplexe für nachhaltige Blühflächen in Stadt und Land eine wichtige Rolle:

Und wir brauchen die Projekte, an denen sich viele „Stake-Holder“ beteiligen, um Sinnvolles in der Praxis umzusetzen (also sinnvolle, erfolgreiche und nachhaltige Pilotprojekte in „die Breite“ zu bringen), wie z.B.:

Allgemeine Informationsquellen zu Blühflächen:


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Pollen & Nektar

Bedeutung von Pollen und Nektar für Wildbienen und Insekten

Misc pollen colorized
Pollen (coloriert) – die Eiweisversorgung vieler Insekten

Begriffserklärung  auf Wikipedia:

Pollen enthält einen relativ hohen Eiweisanteil. Dieser wird von vielen Insekten (auch den Honigbienen) als Eiweisversorgung, vor allem zur Aufzucht der Brut verwendet.

Nektar und Honigtau sind reich an Zuckerverbindungen. Dieser Zucker dient den Insekten hauptsächlich als Energie-Quelle.

Die Bedeutung von Pollen und Nektar, insbesondere auch für Wildbienen, ist sehr schön (und auch, aber nicht nur, kindgerecht) in dem Video „Pollen und Nektar / Bestäubung und Lebensmittel“  dargestellt (wildbee.ch, Dauer 6:25 min):

Die unterschiedlichen „Bienenweidepflanzen“ und „Trachtpflanzen“ unterscheiden sich hinsichtlich ihres Potentials an Pollen und Nektar. Manche geben nur Pollen, Andere wieder besonders viel Nektar.

Wildbienen brauchen für Ihre Brut/Nachkommen sehr große Mengen an Pollen und für sich selbst den Nektar als Energiequelle, z.B. zum Fliegen.

Wildbienen haben oft nur eine begrenzte Lebenszeit im Jahr. Die meisten sehen z.B. ihre Nachkommen nie. Deshalb benötigen viele Arten zu bestimmten Zeiträumen besonders viel Pollen und zu anderen, in denen z.B. die Honigbienen noch aktiv sind, nicht mehr. Außerdem gibt es Wildbienenarten, die nur auf wenige oder einzelne Pflanzenarten spezialisiert sind, weshalb eine große Pflanzenvielfalt mit dem entsprechenden Pollenangebot besonders nützlich ist.


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Natur – Stadt – Land

Blühflächen –  Möglichkeiten in Stadt und Land

Oft wird zu einseitig gedacht, wenn es um Insekten- und Bienenschutz durch Blühflächen geht. Hier werden über die nächsten Jahre Ideen und Beispielprojekte für Blühflächen in Stadt und Land zusammengetragen: Bitte sendet uns auch Hinweise für diese Sammlung – gute Informationsquellen und Beispielprojekte.

Einen Einstieg in die Thematik in der Stadt, und dass es auch dort sehr viel Potential gibt, zeigen folgende Videos:
Statt Thuja: Warum Sie heimische Hecken pflanzen sollten“ (MDR Garten, Dauer: 2:57min):

Oder „Gärten des Grauens: Wie Schotter das „wilde Leben“ zerstört“ (FAZ, Dauer: 2:21 min)

Stadt bzw. Ortschaft:

Einige Ansatzpunkte für Städte und Gemeinden sind im „Grünbuch Stadtgrün“ (Downloadlink des PDF-Dokuments, Stand 2015) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zu finden.

In nachfolgender Aufzählung sollen möglichst konkrete Beispiele gesammelt werden.

  • Öffentliche, kommunale  Grünflächen
  • Parkflächen
  • genossenschaftliches Wohen und Mehrfamilienhaus-Anlagen
  • Kleingärten
  • Hausgrundstücke
  • Hecken
  • Randstreifen an Wegen und Straßen
  • Schallschutzmauern
  • Kreisverkehre
  • Parkplätze
  • Dächer und Fassaden
  • Balkone

Land:

Blühfläche Feldrand
Blühfläche Feldrand, ein paar Jahre gewachsen
  • Naturschutzgebiete
  • Randstreifen an Wegen und Straßen, (Beispielvideo: Dauer 6:27 min):

    • Ackerrandstreifen (als „Greening“-Maßnahme), (Beispielvideo, Dauer 5:12 min):

  • Hecken,lineare oder kleinfläche Strukturelemente in der Landwirtschaft
    • Hecken und Feldholzinseln“ , recht umfassende Information zu Sinn, Zweck, Anlage, Pflege und Pflanzenauswahl von Hecken und Feldholzinseln.
    • Hecken, Ufer- und Feldgehölze„, übersichtliche Einführung in das „Hecken-Thema“ auf dem Land (rheinische-kulturlandschaft.de)

Bekannte Herausforderungen:

  • Bei „Strukturelementen“ in der Landwirtschaft, wie Hecken, Feldholzinseln, Stein- und Trockemauern u.a.: Landwirte und Bäuerinnen gehen hier ganz schnell die Gefahr ein, dass sie das, was sie hier NEU schaffen, zukünftig NIE wieder enfernen oder verlegen können!  (ein echtes Hemmnis, auch wenn eigentlich der Wille da ist)

Maßnahmen, die für Stadt und Land gleichermaßen gelten könnten:

  • Wiesen und Grünflächen seltener und teilweise nur partiell mähen (z.B. auch getrennt nach „Frühblüher“-Wiesen/Randstreifen und „Spätsommer“-Blühstreifen/Randblühstreifen)
  • mehr Bienen- und Insektenfreundliche Pflanzen (Blumen, Büsche, Hecken, Bäume), sowie  Nist- und Überwinterungsplätze für Wildbienen und Insekten in Gärten, Hausgrundstücken und Grünanlagen. Insbesondere mit Blühangeboten im zeitigen Frühjahr und Spätsommer und Herbst.
  • Flächenentsiegelung wo immer möglich (z.B.  Schotterflächen moderner „Zen“-Gärten).
  • Ersatz von insektenfeindlichen Thuja-Hecken durch bienen- und vogelfreundlichere Varianten.
  • Verringerung der durch „Mähroboter“-gepflegten Rasenflächen.

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