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Projekt – Unterstützer

Ohne unsere Unterstützer wäre dieses Projekt mit freien Bildungsinhalten und der freien Aus-und Weiterbildung über den biMOOC zum Themenkomplex „Bienen und Imkerei“ nicht möglich.

Ganz vielen Dank

(Wie Sie uns unterstützen können, finden Sie hier.)

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Und wir danken unseren ehrenamtlichen Mitmachern, deren Namen sie hier finden und denen, die uns unterstützten, aber nicht öffentlich genannt werden möchten.

VIELEN DANK

Rankgitter – Bienenstand für Bienenpatenschaften

Rankgitter – Bienenstand
Vorschlag für Bienenpatenschaften

Das Foto zeigt diesen Bienenstand -Vorschlag  in der Realität. Die Vorlagen und Dokumente (weiter unten) enthalten sowohl eine detaillierte Skizze, Kostendarstellung, Links zu konkreten Produkten/Teilen und Aufbauerfahrungen für die Variante 2 (für bis zu 4 Völker inkl. Ableger in Magazinbeuten, maximal erweiterbar bis 6 Beuten).

Rankgitter Bienenstand für Bienenpatenschaften
Rankgitter Bienenstand für ca. 4 Bienenvölker (Klick aufs Bild => höhere Auflösung)

Dieser Bienenstand aus Holz Rankgittern und einer Gesamtkonstruktion basierend auf Bodeneinschlaghülsen eignet sich insbesondere auch für Stände bei Bienenpaten vor Ort, aus folgenden Gründen:

  • kostengünstig
  • gute Flugloch- bzw. Bienen- Beobachtung
  • optisch ansprechend
  • relativ einfach und schnell errichtbar
  • relativ einfach wieder abbaubar
  • gut für unebenes Gelände geeignet

Es hat sich gezeigt, dass bei einem Abstand der Fluglöcher der Beuten bis zum Rankgitter von ca. 1m oder mehr, die Bienen nicht durch das Rankgitter fliegen, sondern darüber hinweg, so dass durch das Gitter eine optimale Beobachtung der Fluglöcher und des Bienenverhaltens möglich ist.

Vorlagen:

Bienenstand mit Rankgittern - Skizze (3 Varianten)
Bienenstand mit Rankgittern – Skizze (3 Varianten)

Maximal lässt sich der Stand über eine längere Abstellfläche (z.B. 50 cm pro Seite) auch für 6 Völker/Beuten erweitern. Dann kommt man aber z.B. mit einem Rasenmäher nicht mehr einfach in den Zwischenraum zwischen Beuten und Gitter.

Aus den „Aufbauerfahrungen“ in den Dokumenten lässt sich noch einige Zeit sparen. Insbesondere hilft die Verwendung von Einschlaghülsen auch für die Abstellfläche der Beuten,  eine waagerechte und stabile Ablage auch auf unebenem Grund  und/oder Gefälle zu schaffen und das relativ einfach und dauerhaft. Außerdem können die glatten Hülsen einen gewissen Schutz bieten, dass Mäuse nicht oder nur schwerer im Winter an die Beuten kommen.

freiwillige Spendenmöglichkeit:
(Spenden Sie einen „Kaffee“, wenn Ihnen diese Informationen und Dokumente beim Bau Ihres Bienenstandes geholfen und Zeit gespart haben)


Kommentare/Hinweise:
Ergänzungs- o. Änderungsvorschläge hier im biMOOC-Forum (oncampus) direkt zu diesem Inhalt, oder als eMail (unbedingt mit dieser URL) an uns Autoren.

Bienen-Patenschaften (in der Praxis)

Bienenpatenschaft – Praxisbeispiel für Imkerinnen und Bienen-Paten (ganzes Volk)

(zum selber Nachmachen, inkl. sinnvoller Vorlagen zur freien Verwendung)

Für eine Bienen-Patenschaften gibt es unterschiedliche Angebote, die entweder für Privatpersonen oder für Unternehmen und Organisationen passen.

Fluglochbild, Bienenpatenschaft

Allen gemeinsam ist, die Haltung von Bienen zu unterstützen, so dass es als Ergebnis mehr gesunde Bienenvölker gibt, als dies ohne diese Patenschaften der Fall wäre.

Einige Angebote, die sich vor allem an Privatpersonen wenden, sind gut in dem Beitrag Bienenpatenschaft“ (imkerpate.de) beschrieben.

In der Initiative lebenswertes Chemnitz„, ist anhand erster Unternehmen als Bienen-Paten das hier detailliert dokumentierte Bienen-Paten Angebot entstanden, welches sowohl für Imker, als auch für:

  • Unternehmen,
  • Organisationen,
  • Stadtverwaltungen
  • Tiergärten / Zoos
  • u.a.

sehr interessant zur Nachahmung ist.

Diese Bienen-Patenschaft ist so komplett dokumentiert und mit Vorlagen (siehe unten) aufbereitet, dass eine einfache Nachahmung durch jeden Imker oder Imkerverein einfach möglich ist.
Ziel ist es, dass ein potentieller Bienenpate und eine Imkerin nur die Adressen und Logos in den Vorlagen austauschen müssen und die Bienenpatenschaft starten kann. Dieses Nachmachen ist erhofft und erwünscht, damit es zukünftig mehr gesunde Bienenvölker in D-A-CH gibt.

Bienen-Patenschaft (Gliederung)

  • Konzept der Bienenpatenschaft
  • Nutzen der Bienenpatenschaft für Bienen-Paten, Bienen+Umwelt und den Imker
  • Ablauf der Bienen-Patenschaft
  • hilfreiche Dokumentvorlagen zur Umsetzung einer solchen Bienen-Patenschaft.

Konzept der Bienenpatenschaft

Eine Bienenpatin unterstützt ein oder mehrere Bienenvölker an ihrem eigenen Standort, z.B. auf dem eigenen Firmengelände (Variante 1) , oder ein Bienenvolk (auch mehrere möglich) am Stand des Imkers (Variante 2). Dazu kauft der Bienenpate vorab den überwiegenden Teil des Honigs „seiner“ Bienenvölker zu einem „Bienenpaten – Preis“, der den zusätzlichen Aufwand für den Imker zumindest teilweise abdeckt. Dafür erhält der Bienenpate eine Urkunde, seinen Honig mit personalisiertem Etikett, die Kennzeichnung „seiner“ Bienenvölker und evtl. die Freude täglich „seinen“ Bienenvölkern auf dem eigenen Gelände zuzusehen und sich selbst und seine Mitarbeiter über Fragen an die Imkerin bei den Pflege- und Kontrollbesuchen weiterzubilden. Den Stand auf dem eigenen Gelände stellt die Bienen-Patin dem Imker zur Verfügung. Alles weitere bringt die Imkerin in die Bienen-Patenschaft ein.

Das Eigentum an den Bienenvölkern, die Pflege der Bienenvölker und auch die Verantwortung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bezüglich der Bienenhaltung verbleibt beim Imker. Beide Varianten führen dazu, dass die Imkerin mehr Bienenvölker pflegt, als sie es ohne Bienen-Pate tun würde. Die Gesamtzahl der Bienenvölker steigt damit und die Betreuung erfolgt durch ausgebildete Imker, so dass eine gute professionelle Bienenhaltung und eine gute Wissensvermittlung an den Personenkreis (Mitarbeiter, Besucher, Geschäftspartner) beim Bienen-Paten erreicht wird. Es wird eine „Win – Win -Win“ (Bienenpatin – Umwelt/Bienen – Imkerin)  Situation wie folgt geschaffen:

Nutzen für den Bienen-Paten, die Umwelt und die Bienen

Natürlich kann mit diesem Nachhaltigkeitsprojekt ein Beitrag zur „Social Responsibility“ des Unternehmens geleistet werden, welcher über den eigenen Honig und den eigenen Bienenstand noch hinaus geht. Jedoch die größeren Vorteile ergeben sich für den Natur-, Bienen- und Insektenschutz, weil:

  • Die Mitarbeiterinnen, aber auch die Kunden und Besucher der Bienen-Patin, können live die Entwicklung „Ihres“ Bienenvolkes miterleben und damit selbst sehr viel über Bienen und angrenzende Themengebiete lernen. Bei den Bienenvolk-Durchsichten kommen regelmäßig einige Mitarbeiter in die Nähe, stellen Fragen, fotografieren, filmen und entwickeln so ein emotional unterstütztes Wissen zu Bienen. Jede Bienendurchsicht wird so zu einem kleinen „Bildungsimbiss“, nicht nur zu Honigbienen, sondern auch zu Wildbienen, anderen Insekten und Umwelt-Themen, wie z.B. Blühflächen.
  • Über die Blühflächen- und Wildbienen-Themen wird die Grundlage und Motivation für weitere nachhaltige „Insektenpflanzen“ (nicht nur Blühflächen), Überwinterungsplätze und Brutplätze/Behausungen (nicht nur Insektenhotels)  gelegt.
  • Wenn diesem Modell ab 2020 mehr Imkerinnen folgen, entstehen über Deutschland und andere Länder verteilt neue Bienenstände und Bienenvölker. Es werden nicht nur die Pflanzen besser bestäubt, sondern es erfolgt über die „Bildungsimbisse“ auch eine intensive Verbreitung des Wissens und der Sensibilisierung für Bienen und Natur.
  • Das Naturschutzthema wird somit direkt in die Unternehmen und Organisationen der jeweiligen Regionen getragen, belohnt mit dem eigenen süßen Honig der Organisation vom eigenen Stand.
  • Imker und Organisationen/Unternehmen der Region arbeiten gemeinsam Hand in Hand. Es entsteht ein positives Netzwerk zwischen den Menschen der Region über ein Naturschutz-Thema als Ankerpunkt.

Nutzen für den Imker

Die Imkerei ist aufgrund einiger größerer Anschaffungskosten ein relativ teures Hobby, welches erst durch eine höhere Zahl an Völkern „selbsttragend“ wird. Bei einer größeren Anzahl von Völkern wird der Vertrieb und Verkauf des eigenen Honigs aufwendiger, wenn die privaten Kontakte dafür nicht mehr reichen. Bei einer geringen Völkerzahl bringt auch das „Wandern“ mit den Bienen zu anderen Standplätzen oder die Betreuung mehrerer Bienenstände nur mehr Aufwand als Nutzen. Hier setzt der Nutzen der Bienenpatenschaften für den Imker an:

  • Bei einer Bienenpatenschaft ist der größte Teil des Honigs (70% im Beispiel/Vorschlag hier) bereits an die Bienen-Patin verkauft. Es bleibt für den Honig: Schleudern =>Rühren =>Abfüllen =>Etikettieren => Übergeben. Die umständliche Vermarktung und der Einzelverkauf „Glas für Glas“  entfällt für den „Bienenpaten – Honig“.
  • Die Risiken und Chancen für den Honigertrag des Bienenpaten-Volkes“ liegen beim Bienenpaten, da der Gesamtpreis gleich ist, egal ob das Volk 20kg oder 40 kg Honig bringt. Durch die 30% des Honigs, den die Imkerin erhält, ist sie jedoch motiviert, das Volk so zu betreuen, dass der Honigertrag auch hoch liegt. Deshalb muss auch der Standort beim Bienen-Paten aus Sicht des Honig-Ertrags nicht 100% optimal sein.
  • Der Mehraufwand für die Betreuung des Bienenstandes bei der Bienen-Patin ist durch den „Bienenpaten – Preis“ für den Honig zumindest zu einem wesentlichen Teil mit abgedeckt. Der Bienenstand selbst wird durch den Bienen-Paten zur Verfügung gestellt (inkl. der Erstellungskosten nach Abstimmung mit der Imkerin).
  • Die Einnahmen aus den Bienen-Patenschaften sind eindeutig planbar und relativ sicher (wenn die Patin nicht insolvent wird).
  • Man kommt bei den Durchsichten der Bienenvölker bei den Bienenpatinnen mit interessierten Menschen zusammen, die fragen, zusehen und denen man sein Wissen zu Bienen, Natur und Umwelt weitergeben kann,  wodurch immer mehr Menschen für nachhaltigen Umwelt- und Naturschutz sensibilisiert werden.
  • Es entstehen neue, auch interessante, Kontakte.

Ablauf der Bienen-Patenschaft

Wenn Ihr Euch mit einen Bienen-Paten einig geworden seit, ergibt sich folgender Ablauf, für den es im folgenden Abschnitt die benötigten Dokumentvorlagen gibt, so dass der Anfangsaufwand im ersten Jahr möglichst gering ist:

  1. Bienenpatenschafts-Vereinbahrung schließen. Es ist bei der Vorlagenauswahl zu beachten, ob man durch seine sonstige Berufstätigkeit Mehrwertsteuerpflichtig ist. Dann sollte die Mwst-Variante gewählt werden.
  2. Rechnung/Quittung (erste 50%) : Vorauszahlung der ersten Hälfte vor Aufstellung der Völker.
  3. Bienenpatenschaft – Urkunde an Bienenpaten übergeben. Vorher die Urkunde mit Namen und/oder Logo der Bienenpatin anpassen.
  4. Bienenstand beim Bienenpaten errichten (wenn es eine Partnerschaft mit eigenem Stand des Bienen-Paten ist): Erfolgt durch Bienenpate, ggf. mit Unterstützung des Imkers. Ein konkretes Beispiel eines „Rankgitter Bienenstandes“ ist im verlinkten Beitrag mit entsprechender Dokumentation enthalten.
  5. Völker auf dem Stand des Bienenpaten aufstellen (wenn es eine Partnerschaft mit eigenem Stand der Bienen-Patin ist). Neuen Bienenstand beim Veterinäramt und der Tierseuchenkasse entsprechend anmelden.
  6. Standkennzeichnung o. Volkskennzeichnung: Je nach Patenschaft entweder den Stand beim Bienenpaten kennzeichnen, oder das entsprechende Patenvolk am eigenen Stand. (entsprechende Vorlagenvariante wählen)
  7. Pflege der Völker und Honigernte
  8. ggf. individuelle Etiketten mit Bienenpatin abstimmen und drucken lassen, Konzept geht nur von einem individualisierten Deckel-Sticker aus, den die Patin ggf. auch auf Firmenkorrespondenz nutzen kann.
  9. Honig abfüllen, und gegen Übergabequittung übergeben
  10. Rechnung/Quittung (zweite 50%) mit letzter Honiglieferung
  11. Rückführung der Völker, oder Einfütterung und Varoa-Behandlung auf Bienenpatenstand und Rückführungszeitpunkt nach Vereinbarung

Dokumentvorlagen für die Bienenpatenschaft

Alle hier  frei zur Verfügung gestellten Vorlagen und Dokumente sind (sofern sie rechtliche Relevanz haben)  OHNE Garantie und OHNE Gewährleistung. Sie sind nur auf eigene Verantwortung zu nutzen ;-). Wenn Euch Fehler auffallen oder Ihr mit geänderten Abläufen und Vorlagen bessere Erfahrungen macht, stellt mir Eure Erfahrungen/Verbesserungen bitte zur Verfügung, damit wir sie weitergeben können. (Kontakt: Dirk Liesch)

Alle Vorlagen werden als  änderbare Dokumente (Word, Photoshop etc.) bereitgestellt, damit Ihr einfach die entsprechenden Änderungen für Euch vornehmen können.  Als zweite Datei ist jeweils die nicht (bzw. schwer) änderbare Version des Dokumentes angefügt (PDF, JPG usw.), welches auf jedem Gerät auch ohne die Spezialsoftware zumindest ansehbar ist.

Die „aracube“-Beispiellogos für den „Bienenpaten“ sind vor Nutzung der Vorlagen zu ersetzen (Stand- und Volkskennzeichnung, Urkunde und Etikett für Honigglasdeckel). Ansonsten können die Vorlagen nach Einsetzen Eurer persönlichen Daten und der Eurer Bienenpatin auch unverändert genutzt werden, wenn sie Euch gefallen. Ansonsten ändert, was Ihr möchtet.

Vorlagen zur Bienenpatenschafts-Vereinbahrung zwischen Bienen-Pate und Imker:

Vorlage zur Standkennzeichnung bei der Bienen-Patin:

Vorlage zur Patenvolk-Kennzeichnung bei der Imkerin:

Vorlage zur Bienenpatenschaft – Urkunde:

Vorlagen zu den Etiketten der Honiggläser (für 500g und 250g Gläser, Normalglas), sowie runder Deckel-Sticker:

Vorlage rundes Etikett 4cm für Deckel
Vorlage rundes Etikett 4cm für Deckel (Variante 1)
Vorlage rundes Etikett 4cm für Deckel (Variante 2)
Vorlage Etikett Deckel - Variante 3
Vorlage rundes Etikett 4cm für Deckel (Variante 3)

Vorlage – Quittung zur Honigübergabe

Vorlagen – Rechnung/Quittung (auch für Teilrechnung)

freiwillige Spendenmöglichkeit:
(Spenden Sie einen „Kaffee“, wenn Ihnen diese Informationen, Vorlagen und Dokumente Ihrer eigenen Bienenpatenschaft geholfen und Zeit gespart haben)


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Bienen, Wildbienen, Hummeln & mehr

Mehr als nur Honigbienen

Hummel, Wildbiene (pixabay)

Neben Honigbienen gibt es sehr viele Wildbienenarten,  die deutlich gefährdeter sind als Honigbienen, da sie nicht durch Imker betreut werden. Hier geht es auch nicht nur um das geeignete Futter (Blütenangebot), sondern auch um geeignete Nist-und Überwinterungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, zu wissen was die entsprechenden Wildbienen (dazu gehören auch die Hummeln) dafür benötigen. Nur dann kann entsprechend nachhaltig und effektiv unterstützt werden. In Deutschland gibt es, je nach Quelle ca. 545-575 Wildbienenarten. Entsprechend unterschiedlich sind die Lebensweisen:

  • Wildbienen“ – Begriffsklärung und Vorstellung auf Wikipedia
  • Wildbienenarten„: Eine umfangreiche Sammlung von Wildbienen inkl. Fotos und allgemeinen erklärenden Informationen zu Wildbienen ist hier unter „deutschland-summt.de“ zusammengestellt.
  • Wildbienen sind vielfältig“ ist eine informative und kompakte Einführung in die „Wildbienen-Thematik“ auf „bee-careful.com“ (Initiative der Schwartauer Werke“

Ein sehr informatives, sehr empfehlenswertes, aber auch langes Video zu Bienen, Bienenrassen, inkl. eines größeren Abschnitts zu „Killerbienen“ und vielen anderen Wildbienen (inkl. Hummeln) insbesondere in den letzten beiden Dritteln des Videos ist „Planet Wissen – Wildbienen“ (Dauer 57:45min):

Wie das Hummeljahr aussieht und viele weitere interessante Informationen zu Hummeln finden sich im Video „Hummeln – Bienen im Pelz“ (Dauer: 16:26 min):

Das folgende Video gibt einen sehr guten Eindruck in die Vielfalt der Wildtbienen und deren unterschiedliche Art zu leben und zu nichten. Nicht in der ersten Minute aufgeben! Danach geht es in die „reale Welt“:  „D08 Wildbienen-Arten“ (wildBeech, Dauer 6:15 min):

Vertiefende Informationen zum Thema Wildbienen:

 


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Material-Check

Ist für die nächsten Wochen alles da?

Die kommenden Wochen des Bienenjahres werden intensiv und sind auch die Zeit in der das meiste Zubehör und Material (vor allem  in größerer Menge) benötigt wird.

Insbesondere, wenn ihr dieses Jahr mit mehr Völkern beginnt, als im letzten Jahr lohnt sich ein Check, bevor etwas fehlt, wenn es konkret für die Völker benötigt wird. Hier eine kurze Checkliste:

  • genügend Zargen für die Honigräume der Völker in diesem Jahr
  • genügend Rähmchen und ggf. Mittelwände in der passenden Größe für diese Zargen, bzw. ausgebaute Waben
  • genügend Absperrgitter – in der passenden Größe (wenn ihr damit imkert)
  • genügend „Ablegerkästen“ (das können auch entsprechende Ablegerböden, Zargen, Absperr-Schieds und Deckel sein)
  • genügend „Transportzargen“, um Waben transportieren zu können (z.B. zum Stand oder zum Schleudern)
  • genügend Zwischenböden (z.B. wenn Ihr „Flugling /Brutling“-Schwarmverhinderung betreibt)
  • genügend Getränke, für die Zeit nach der getanen Arbeit 😉

Falls nicht, ist jetzt die beste Zeit, Fehlendes zu besorgen, ehe der erste Honigraum aufgesetzt werden muss.


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Wabenerneuerung

Die Wachs- bzw. Wabenerneuerung

… ist ein kontinuierlicher Prozess, da regelmäßig das alte Wachs im Bienenvolk durch neues Wachs ersetzt werden muss.

Das Video zeigt, wie eine Zarge mit Altwaben bei einem mehrzargigen Brutraum im Frühjahr erneuert wird (Dauer 9:28 min):

Je nach Betriebsweise unterscheiden sich die Prozesse zur Wachserneuerung etwas.
Während bei gleichen Wabengrößen im Honig-und Brutraum (typisch für potentiell mehrzargige Bruträume, z.B. Zander oder DNM) zuerst ein Einsatz im Honigraum stattfindet, dann im Brutraum und danach die dunklen Waben aussortiert und eingeschmolzen werden, sind beim „angepassten Brutraum“ (Dadant, 1 1/2 DNM) die Wachskreisläufe im Honigraum und im Brutraum in der Regel getrennt.

Bereits beginnend mit der Frühjahrsdurchsicht beginnt dieser Zyklus der Wachserneuerung. Insbesondere geht es hier in der ersten Stufe um das Aussortieren von Waben zum späteren Einschmelzen:

  • alte dunkle Waben, die jetzt noch unbebrütet und (fast) ohne Futter sind
  • verschimmelte oder verkotete Waben aus dem Winter (auch wenn sie noch Futtereste enthalten)
  • Waben aus „Winterverlusten“, die wahrscheinlich an Krankheiten (Infektionen, Nosema/Durchfall u.ä.) gestorben sind.
  • alte dunkle Futterwaben (mit Futter), werden beim angepassten Brutraum zum „Ausfressen“ bei der Frühjahrsdurchsicht hinter das Schied gehangen und mit Aufsetzen des Honigraumes aussortiert.

Ersetzt werden diese mit zunehmender Bruttätigkeit durch neue Mittelwände und den Drohnenrahmen, jeweils zum sinnvollen Erweiterungszeitpunkt.

 empfehlenswerte Informationsquellen

Wabenhygiene und Wachsgewinnung“ (die-honigmacher.de) ist eine fundierte, ausführliche, vorwiegend textliche Erläuterung des Gesamtkomplexes um die Waben- und Wachserneuerung, mit den Teilbereichen:


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Futterkranz-Probe

Futterkranz-Probe (Kontrolle auf Amerikanische Faulbrut (AFB))

Im folgenden Video ist vom „Junkimker Paul“ die Entnahme einer Futterkranzprobe  gut gezeigt und erklärt (nur die ersten 2:40 min zeigen die Futterkranzprobe, Rest zeigt Varroa Befall). Das Video wurde im Herbst aufgenommen, aber die Probenentnahme erfolgt im Frühjahr prinzipiell genauso. (Dauer 4:24min):

Insbesondere wenn mit den Völkern gewandert werden soll, macht eine zeitige Futterkranz-Probe Sinn, am besten gleich mit bei der Frühjahrsdurchsicht. Allerdings müssen hier die rechtlichen Regeln beachtet werden. Das amtstierärztliche Zeugnis zum Wandern (oder um die Königinnen im Sommer zur Belegstelle bringen zu können), bekommt man in Sachsen nur, wenn die Probe von einer Bienensachverständigen entnommen wurde und das lässt sich zeitlich mit der Frühjahrsdurchsicht in den meisten Fällen nicht koordinieren. In anderen Regionen sind die Regeln ggf. abweichend.

Die „Amerikanische Faulbrut“ (AFB) ist eine gefährliche Bienenseuche, die meldepflichtig ist und deren Sporen sich im Futterkranz nachweisen lassen. Um die Seuche nicht zu verbreiten, ist zum Wandern (Völker in einen anderen amtstierärtztlichen Bezirk bringen, z.B. an ein Rapsfeld, welches zu einem anderen Verwaltungsbezirk gehört) eine amtstierärtztliche Seuchenfreiheitserklärung (Zeugnis) bzgl. der AFB erforderlich. Gleiches gilt, wenn man im Sommer seine Königinnen zur Begattung auf eine Belegstelle bringen möchte. Da das Zeugnis 9 Monate gültig ist, lohnt es sich,  die Futterkranzprobe gleich im Frühjahr zu machen.

Wie ist der Ablauf und sind die Vorschriften in meiner Region?
Wer darf die Futtergranzprobe nehmen und wohin mus sie (ins Labor) gesandt werden?

Die konkreten Abläufe, Vorschriften und Kontakte in Eurer Region erfahrt ihr von Eurem zuständigen Veterinäramt (in Deutschland).

Adressen und Kontaktdaten der Veterinärämter und der Landesverbände des D.I.B. findet Ihr in der Imker-App des D.I.B. (eine Installation lohnt sich, auch wenn man seine Völker und Bienenstände nicht darüber verwaltet)

Weitere Informationen zur Futterkranzprobe:

 


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Drohnen-Rahmen

Drohnen-Rahmen einhängen – Varroa Bekämpfung

Meist mit Aufsetzen des Honigraumes wird auch der Drohnenrahmen eingehängt, um später die Drohnenbrut aus diesem zu schneiden (wenn die Drohnenwaben verdeckelt sind). Da Varroamilben sich besonders in der Drohnenbrut vermehren, kann dadurch ein großer Anteil an Varroa-Milben darrüber aus dem Volk entfernt werden (das letzte Video hier zeigt den Erfolg bildlich). Zusammen mit anderen „nichtchemischen“ Maßnahmen, z.B. der „totalen Brutentnahme“ zum Trachtende, kann somit der Einsatz von Säuren und Chemie bei der Varroa-Bekämpfung deutlich reduziert werden.

Drohnenrahmen: Varroa bekämpfen und Wachs ernten“ ist ein sehr guter Artikel zum Thema von „Biene und Natur“.

Das Video zeigt das (routinierte) Einsetzen des Drohnenrahmens in einem Volk mit „angepasstem Brutraum“. Aufgrund der Wabengröße sind hier die Drohnenrahmen sinnvollerweise mindestens einmal in der Mitte geteilt (Querstreben). Das Wichtigste hat man nach ca. 3:00 min des Videos gesehen. (Dauer 9:46min):

Im folgenden Video ist das spätere Ausschneiden des Drohnenrahmens und auch gleich mit die „Kippkontrolle“ zu sehen. (die bei späteren Volkdurchsichten für die Schwarmkontrolle genutzt wird – bei zweizargigem Brutraum). Es reichen die ersten 2:48 min des Videos (Dauer 6:45 min):

Ein Video, welches sowohl zeigt, wie die Drohnenmaden vor dem Einschmelzen des Wachs entfernt werden können (alternative Variante des Ausschneidens des Drohnenrahmens), als auch den sehr guten Erfolg bei der Varroa-Milben Bekämpfung, durch die große Anzahl an Milben auf den Maden (Dauer 1:54 min):


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